China: Calatrava baut drei Brücken

China: Calatrava baut drei Brücken

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Das Brücken-Ensemble bei Nacht (Bilder: Santiago Calatrava LLC) 1/6

Nachdem es in Cham ZG an der Lorze nicht geklappt hat, blickt Stararchitekt Santiago Calatrava nach China. Für die Überquerung eines Kanals in der Stadt Huashan hat er drei Brücken entworfen. Sie sollen dabei helfen, den neuen Stadtkern weiter zu entwickeln.

In der Stadt Huashan in der grossen chinesischen Ebene teilt der Fluss Yangtzé zwei Stadtteile. Kürzlich wurde er in einen Kanal geleitet. Um den Transit für den Strassen- und Schienenverkehrs sowie für Velofahrer und Fussgänger zwischen den Stadtteilen zu ermöglichen, müssen Brücken gebaut werden.

Kein Geringerer als der spanisch-schweizerische Stararchitekt Santiago Calatrava hat die Entwürfe gezeichnet. Nachdem es mit der kleinen Fussgängerbrücke über die Lorze in Cham ZG nichts geworden ist, zeichnet er nun also für China – und das in weit grösseren Dimensionen, als es in der Zentralschweizer Gemeinde gewesen wäre. Calatrava hat laut einer Mitteilung seines Büros nicht nur eine, sondern gleich drei Brücken entworfen, die auf einer Länge von 1,5 Kilometern am Kanal gebaut werden sollen. Er habe darauf geachtet, sie zu beiden Seiten des Kanals einheitlich in das Flussareal zu integrieren. So entstünde für die Bürger von Huashan ein Erholungsraum zum Verweilen und Flanieren, unterstützt durch eine Landschaftsgestaltung und Beleuchtungskonzepte, die sich harmonisch in die Umgebung einfügten, heisst es.

Am westlichsten wird die Xihu-Brücke liegen. Sie ist 103 Meter lang unde verfügt über einen einzigen, nach aussen geneigten, 20,4 Meter hohen Bogen, der über Seile mit einer rinnenförmigen Stahlplattform verbunden ist. Das Herzstück des Ensembles wird die Xianbi-Brücke. Auf einer Länge von 129 Metern vereint sie zwei Plattformen in der Stützstruktur. In der Brückenmitte entsteht dadurch eine charakteristische Lücke. Die maximale Höhe der Brücke wird 42,3 Meter betragen. Die Dritte im Bunde ist die Licong-Brücke mit ihren beiden mehr als 26 Meter hohen, nach aussen geneigten Bögen, die durch Seile mit der 118 Meter langen Stahldecke verbunden sind. (mt/pd)