Ceva: Steine im Weg

Ceva: Steine im Weg

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Dereinst soll die Linie Ceva den Genfer Bahnhof Cornavin mit der französischen Stadt Annemasse verbinden. Der Baustart war im Herbst vorgesehen. Doch dieser verzögert sich. Weil das Bundesgericht noch nicht über vier hängige Gesuche betreffend aufschiebender Wirkung entschieden hat und dem Generalunternehmer verbot, die Bauarbeiten aufzunehmen.
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Der Genfer Bahnhof Champel ist eine der Haltestellen auf der geplanten Strecke.
 
Nach drei Jahren hatte das Bundesverwaltungsgericht am 15. Juni dieses Jahres grünes Licht für den Bau der Bahnlinie CEVA gegeben. Doch dann zogen einige Beschwerdeführer das Urteil ans Bundesgericht weiter. Gleichzeitig verlangten sie eine aufschiebende Wirkung, bis über ihre Rekurse befunden wurde. Wie die Genfer Regierung und die SBB in einem gemeinsamem Communiqué mitteilen, darf nicht mit dem Bau begonnen werden, solange das Bundesgericht noch nicht über die aufschiebende Wirkung entschieden hat.

Der Bau der neuen Bahnstrecke soll sechs Jahre dauern. Danach wird sich die Reisezeit für die Strecke von Genf Cornavin bis Annemasse auf 17 Minuten verkürzen. Heute sind die Passagiere über eine halbe Stunde unterwegs – denn direkte Zugverbindungen von Annemasse bis ins Genfer Stadtzentrum gibt es keine.

Bei der Bahnlinie allerdings um mehr, als bloss um eine Anbindung Frankreichs an die Schweiz: Entlang der Strecke sind Wohn- und Industriezonen geplant, die zur Entwicklung der Stadt Genf beitragen sollen. (sda/mai)