Calatrava baut wieder am Stadelhofen

Calatrava baut wieder am Stadelhofen

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen: CALATRAVA VALLS SA

Die Axa Winterthur plant ein neues Geschäftshaus am Bahnhof Stadelhofen in Zürich. Eine unterirdische Velostation ist ebenfalls Bestandteil des Projekts, das der spanische Stararchitekt Santiago Calatrava entworfen hat.

Das Haus zum Falken mit dem Café «Mandarin» beim Bahnhof Stadelhofen gehört der Axa Winterthur, die dort schon seit längerem ein neues Geschäftshaus plant. 2014 entliess der Stadtrat das Gebäude aus dem Inventar der schützenswerten Bauten von kommunaler Bedeutung; allerdings mit der Bedingung, dass dort eine öffentliche Velostation erstellt wird. Somit war der Weg frei für die Pläne der Versicherung. Diese beauftragte den in Zürich wohnhaften Stararchitekten Santiago Calatrava mit dem Projekt. Nun liegt der dafür nötige private Gestaltungsplan ab dem 28. September während 60 Tagen im Amtshaus IV auf, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst.

Das erarbeitete Projekt soll den Raum Stadelhofen städtebaulich und auch architektonisch aufwerten. Es umfasst den Bau eines neuen Geschäftshauses sowie ein Veloparking mit rund 1000 Plätzen mit einem direkten ober- und unterirdischen Zugang zu den Perrons. Dank der unmittelbaren Lage zwischen Bahnhof und Kreuzbühlstrasse sei das Grundstück des Hauses zum Falken der optimale Ort für eine Velostation, so Stadtrat Filippo Leutenegger. Die Kosten belaufen sich für die Stadt auf rund zehn Millionen Franken. «Wegen des schwierigen Baugrunds direkt neben einem der meist befahrenen Bahnhöfe der Schweiz werden die Kosten pro Platz in der Velostation Stadelhofen leicht höher als beispielsweise im Stadttunnel ausfallen», heisst es im Communiqué.

Das neue Geschäftshaus mit Lamellen aus Glas und Stahl sowie einem grünen Dach wird dreigeschossig. Die Fassade zum Bahnhof hin wird zurückgenommen, wodurch sich der Platz dazwischen öffnet und der Engpass rund um den Falkensteg verbessert wird. Punkto Nutzerfreundlichkeit werde sich das auch für das Stadtbild ausgezeichnet auszahlen, so Stadtrat André Odermatt. Dadurch werde der Ort seiner städtebaulich zentralen Rolle innerhalb eines einmaligen urbanen Umfelds besser gerecht.

Über der Velostation ist ein zusätzlicher Zugang zu den Perrons und zur Bahnhofspassage geplant. Entlang des Perrons des Gleises 1 fällt die Stützmauer weg. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss ist auf einer Fläche von 750 Quadratmetern eine publikumsorientierte Nutzung vorgesehen. Die Axa denkt dabei an einen Gastronomiebetrieb. Das zweite Obergeschoss bietet auf 1800 Quadratmetern Platz für dienstleistungsorientierte Betriebe.

Für Calatrava, der bereits den Bahnhof Stadelhofen respektive dessen Perronüberdachung entworfen hat, war bei seinem Entwurf auch die Einbindung in das bestehende Quartier wichtig. «Der Neubau nimmt die Gebäudefluchten des Quartiers auf und verbindet sie mit dem Bahnhof. Dabei integriert sich das Gebäude optimal in seine Umgebung», sagt er.

Geht alles nach Plan, soll das Gebäude 2020 fertig gebaut sein. Die Axa Winterthur will 46 Millionen Franken investieren, wie Ernst Schaufelberger von Axa Winterthur sagt. (pd/mt)

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