Calatrava baut Falken-Pavillon für Expo 2020

Calatrava baut Falken-Pavillon für Expo 2020

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen: Santiago Calatrava

Der Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate für die Expo 2020 in Dubai wird vom schweizerisch-spanischen Architekten Santiago Calatrava gebaut. Der Entwurf symbolisiert einen Falken. Der Greifvogel erinnert an die Gründung der VAE.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben die Expo 2020 in ihre grösste Stadt Dubai geholt. Für den Pavillon der Gastgeber wurde ein Design-Wettbewerb ausgeschrieben, den Stararchitekt Santiago Calatrava für sich entscheiden konnte, wie sein Büro in einer Mitteilung schreibt. Die Konstruktion kommt im Herzen des fast zwei Quadratkilometer grossen Ausstellungsgeländes zu stehen und erinnert an einen fliegenden Falken. Die Symbolik hat ihren Grund, wie Staatsminister Sultan Ahmed Al Jaber sagt: „Der Entwurf für den Pavillon der VAE bringt die Geschichte zum Ausdruck, die wir der Welt über unsere Nation erzählen wollen: Unser verstorbener Gründer, seine Hoheit Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, nutzte die Falknerei, um Kontakte zwischen verschiedenen Stämmen zu knüpfen und eine eigene nationale Identität zu schaffen, die letztlich zur Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate geführt hat.“ Jetzt werde der Falke ein Symbol dafür sein, wie man die VAE mit der Welt verbinde. Santiago selbst fühlt sich „zutiefst geehrt, dass unser Unternehmen die Chance erhält, den nationalen Pavillon für die Weltausstellung 2020 in Dubai und damit ein Projekt von nationaler und globaler Bedeutung zu schaffen“.

Der Falken-Pavillon wird eine Fläche von rund 15‘000 Quadratmetern überdecken und zahlreiche Ausstellungsflächen, ein Auditorium, gastronomische Einrichtungen und VIP-Lounges umfassen. Ausserdem wird der Bau den LEED Platin-Standard für nachhaltige Bauten erfüllen.

Die Expo  dauert von Oktober 2020 bis April 2021. Sie steht unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ und konzentriert sich auf die umfassende Vernetzung und Verflochtenheit der modernen Welt und will die Möglichkeit unterstreichen, nachhaltige Lösungen für globale Probleme zu entwickeln. Auch die Schweiz wird in Dubai dabei sein, wie der Bundesrat vor wenigen Wochen beschlossen hat. 15 Millionen Franken will er dafür ausgeben; angesichts der angespannten Finanzlage weniger als für die Expo letztes Jahr in Mailand (24 Millionen). Präsenz Schweiz – die Organisation ist für die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland zuständig – ist beauftragt worden, die Vorbereitungsarbeiten aufzunehmen und dem Parlament Anfang nächstes Jahr die Botschaft zum Verpflichtungskredit vorzulegen. (mt/pd)