Bypasslösung für Luzerner Strassennetz

Bypasslösung für Luzerner Strassennetz

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Das Bundesamt für Strassen hat ein generelles Projekt für den Bypass Luzern ausgelöst. Das Projekt soll rund 1,7 Milliarden Franken kosten.
 
Der Bund und der Kanton Luzern haben verschiedene Linienführungen für die Erweiterung des Nationalstrassennetzes im Raum Luzern untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt nun, dass eine kurze Bypasslösung mit je zwei Fahrbahnen auf einer Länge von 4,5 Kilometern sowie einem Tunnel mit zwei Röhren die beste Lösung für die Erweiterung ist.
 
Wie es in einer Mitteilung vom Bundesamt für Strassen (Astra) heisst, sei der Tunnel des Bypasses zwischen der Verzweigung Rotsee im Norden und dem Anschluss Luzern-Kriens im Süden mit einer Unterquerung der Reuss vorgesehen. Ebenfalls Bestandteil dieses generellen Projekts ist der 6-Spur-Ausbau im Norden von Luzern zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain sowie die südliche Fortsetzung des Bypasses mit einem dritten Fahrstreifen zwischen der Verzweigung Lopper und dem Anschluss Horw in Richtung Norden.
 
Noch sind laut Astra aber keine definitiven Entscheide gefallen. Die Massnahmen Bypass und Erweiterung Nord würden rund 1,7 Milliarden Franken kosten und sind Teil des Moduls 3 des Programms «Engpassbeseitigung» des Bundes. Für das Programm haben die eidgenössischen Räte 5,5 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt. Das Modul 3 umfasst Projekte, die «zwar nötig», im Rahmen der 5,5 Milliarden aber nicht finanzierbar seien.
 
Voraussichtlich Ende 2013 soll die Programmbotschaft vorliegen. Danach entscheiden die eidgenössischen Räte über die Realisierung der Projekte in den Modulen 2 und 3.
 

Zufriedenheit beim Kanton

Im Kanton Luzern wird laut Astra die Auslösung des generellen Projekts für den Bypass Luzern «mit grosser Freude zur Kenntnis genommen». Der Luzerner Regierungsrat Max Pfister, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, werte den Entscheid des Astra «als wichtiges Etappenziel für den Bypass Luzern».
 
Der Luzerner Stadtrat lässt in einer Mitteilung verlauten, dass er den Entscheid zur Kenntnis genommen habe. Allerdings werde erwartet, dass die Stadt Luzern in die Projektarbeiten einbezogen werden. Schliesslich sei der Bypass «Teil des Agglomerationsprogramms, zu dem sich der Stadtrat bereits mehrfach bekannt hat». (mgt)
 

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