Bunte Lichterspiele an grauen Novembertagen

Bunte Lichterspiele an grauen Novembertagen

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Teaserbild-Quelle: zvg
Im Spätherbst, wenn sich der blaue Himmel hinter einer grauen Nebeldecke versteckt, soll Zürich in allen Regenbogenfarben leuchten. Das schwebt Willy Gyger, dem Initianten des „Zurich Light Festivals“, vor.
 
 
Mit 80 bis 100 Lichtinstallationen, Aufführungen und Ausstellungen will Gyger die Limmatstadt ab 2011 während elf Tagen in der ersten Novemberhälfte in buntes Licht tauchen. Der Anlass solle aufzeigen, wie mit modernster, verbrauchsarmer Lichttechnik die Anforderungen einer 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt werden könnten, heisst es in der Medienmitteilung zum Festival. Themen wie neue Technologien und Trends aus dem Bereich Energieoptimierung will man mit dem Festival ebenfalls Platz bieten. Umweltfreundlich soll laut Medienmitteilung auch die Veranstaltung sein, sie soll keine Immissionen verursachen und Lichtverschmutzung soll es auch keine geben. Zumal das Konzept laut Gyger auf den Plan Lumière der Stadt Zürich abgestimmt wurde.
 
Das Festival ist nicht nur in der Innenstadt und im Gebiet um den See vorgesehen, sondern auch in grösseren Quartierzentren und Pärken. Für einzelne Projekte will Gyger renommierte Lichtkünstler und Lichtdesigner verpflichten. Aber nicht nur Profis sollen kreativ werden, sondern auch das Publikum: Unter anderem seien Installationen geplant, die die Besucher aller Altersklassen zum Mitmachen einladen, so Willy Gyger. Die Grobplanung des Zurich Light Festival sei weit gediehen und komme der Realisierung näher.
 
Ob der Stadt Zürich im November 2011 tatsächlich ganz viele Lichter aufgehen, das verbirgt sich noch im Dunkel der Zukunft. Die Stadt hat ihre definitive Bewilligung nämlich noch nicht erteilt. Dafür hat Gyger gemäss eigenen Angabe bereits Unterstützung bei Zürich Tourismus und „namhaften Gewerbe- und Hotellerievertretern“ gefunden. Gyger rechnet laut dem „Tages-Anzeiger“ damit, dass das Festival mittelfristig mit Besuchern von einer bis zwei Millionen rund 100 bis 150 Millionen Franken generiert. (mai)