Bundesrat übernimmt Patronat des Prix Lignum 2015

Bundesrat übernimmt Patronat des Prix Lignum 2015

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Bären-Waldhaus 2012 (Quelle: www.gfeller-holzbau.ch)

Der Holzbau-Preis Prix Lignum erhält bundesrätliche Unterstützung. Für die dritte Verleihung, die nächstes Jahr stattfindet, hat Johann Schneider-Ammann das Patronat übernommen. Der letzte Prix Lignum wurde 2012 vergeben. Sieger war das Bären-Waldhaus im Berner Tierpark Dählhölzli.

Der Prix Lignum zeichnet den innovativen, hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten aus. Die Leistungen in der Verwendung von Holz sollen so gefördert und bekannt gemacht werden. Für die kommende Verleihung im Jahr 2015 hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann das Patronat übernommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Holz als nachwachsender Bau- und Werkstoff habe in der schweizerischen Bauwirtschaft sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft, wobei der Prix Lignum mit der Bekanntmachung seiner zukunftsweisenden Projekte zu einer nachhaltigen Entwicklung des Bausektors beitrage, so der Wirtschaftsminister.

Die Ausschreibung des Prix Lignum 2015 startet am 1. Dezember und dauert bis 28. Februar 2015. Die Anmeldung zum Wettbewerb sowie die Projekteingabe sind online auf www.prixlignum.ch möglich. Die nationale Preisverleihung findet dann am 24. September 2015 statt. Einen Tag später werden die regionalen Preise – für die Schweizer Grossregionen West, Nord, Mitte, Zentrum und Ost – vergeben.

In den Grossregionen werden jeweils ein erster, zweiter und dritter Preis sowie einige Anerkennungen von einer unabhängigen regionalen Jury vergeben. Unter den Preisträgern der drei ersten Rängen aus den Regionen vergibt eine nationale Jury drei nationale Preise: Gold, Silber und Bronze.

Von Hand gebaut

An der letzten Verleihung des Prix Lignum im Jahr 2012 wurde das Bären-Waldhaus im Berner Tierpark Dählhölzli in Bern mit Gold ausgezeichnet. Das Projekt stammt vom Architekturbüro Patrick Thurston in Bern und überzeugte die Jury damals mit der traditionellen, altüberlieferten Bauweise ohne Verbindungsstoffe wie Beton oder Kleber. Die Gfeller Holzbau GmbH in Worb zeichnete für die ineinander verzahnte Fleckenbau-Konstruktion sowie die Zimmermannsarbeiten verantwortlich. Eine besondere Herausforderung sei das Dach gewesen, das eine eigene, von unten einsehbare Schicht bildet, heisst es auf der Homepage des Unternehmens. Für das Projekt wurde vorwiegend Tannenholz verwendet. Die Wände sind als Trockenstein-Holzverbund-Mauern ausgeführt und tragen das Blockbaudach. Auf den Fundamenten wurde das Haus gänzlich von Hand aufgebaut.

Bärenwaisen beobachten

Im Bären-Waldhaus erleben die Besucher die zwei russischen Bärenweisen Misha und Masha. Sie waren ein Geschenk des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew anlässlich seines ersten Staatsbesuchs in der Schweiz. 2009 übergab Präsidentengattin Swetlana Medwedew die Waisen an Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Nachdem die zwei Jungtiere zuerst im Bärengraben ein vorübergehendes Zuhause gefunden hatten, wurden sie einige Wochen später in den Tierpark gebracht. Im Jahr 2012 erhielten die Bären mit dem sogenannten Bärenwald ihr eigenes Revier. Die Anlage ist mehr als 6000 Quadratmeter gross. (mt)