Büroboom fördert Metallfassaden

Büroboom fördert Metallfassaden

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Verhaltener Optimismus bei den Metall- und Glasfassadenbauern: Trotz des bevorstehenden Abschwungs in der Baubranche erwarten sie bis 2013 eine Zunahme des Erneuerungsbedarfs bei Metallfassaden von 13 Prozent. Immer mehr bestehende Metallfassaden erreichen nämlich das kritische Alter von 35 Jahren.
 
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Fassaden werden renovierungsbedürftig.
 
Im ersten Quartal des kommenden Jahres ist eine «markante Schrumpfung» des Bausektors zu erwarten, so die Prognose des neusten KOF-«baublatt»-Indikators (siehe «baublatt» 34/2009). Eine Marktanalyse von Wüest & Partner sowie eine repräsentative Umfrage bei den Mitgliedern der Schweizerischen Zentrale Fenster und Fassaden (SZFF) kommen zu einem ähnlichen Schluss, wie aus einer entsprechenden Medienmitteilung hervorgeht: Das aktuelle Bauvolumen in Quadratmetern Fassade liegt laut SZFF mit 809 000 Quadratmetern auf Vorjahresniveau. In den kommenden vier Jahren wird damit gerechnet, dass dieses Volumen auf 707 000 Quadratmeter schrumpft, was einem Rückgang von rund 13 Prozent entspricht.
 
Die wichtigsten Absatzmärkte für Metall-Glas-Fassaden sind der Bürobau, Gewerbe- und Industriebauten sowie die öffentliche Infrastruktur. Der Neubau von Fassaden konnte dabei ganz besonders vom Boom im Bürobau profitieren. Die Erstellung öffentlicher Infrastrukturen wirkt gemäss SZFF gegenwärtig stabilisierend auf den rückläufigen Baumarkt. Trotzdem rechnet die Metall- und Glasfassadenindustrie nach wie vor mit einem Wachstum, besonders im Umbau und Erneuerungsbau.
 
Bis 2013 prognostiziert die SZFF gegenüber heute eine Zunahme der erstellten Fassadenfläche um 13 Prozent auf rund 1,2 Millionen Quadratmeter. Rund ein Zehntel aller Fassaden in der Schweiz sind Metallfassaden, von denen viele in den kommenden Jahren das kritische Alter von 35 Jahren erreichen werden und damit einen zunehmenden Unterhaltsaufwand erfordern.
 
Vom Aufschwung des Bausektors der letzten drei Jahre haben vor allem die Regionen Zürich, Westschweiz und Nordwestschweiz profitiert. Laut SZFF ist dies vor allem dem Bau anspruchsvoller Metall-Glas-Fassaden zu verdanken. Alle anderen Regionen haben eine rückläufige Fassadenbautätigkeit verzeichnet. Am stärksten betroffen waren die Ostschweiz und das Tessin.
 
Die Schweizerische Fassadenindustrie erzielt gemäss SZFF einen jährlichen Umsatz von über einer Milliarde Franken und beschäftigt 5000 Personen. Neu ist die SZFF als Fachverein des SIA in der Berufsgruppe Technik/Industrie anerkannt.