Büro B entwirft Berns Zentrum für Translationale Medizin

Büro B entwirft Berns Zentrum für Translationale Medizin

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Das Gebäude nimmt Bezug zur Umgebung. (zvg) 1/2

Auf dem Areal des Berner Inselspitals ist ein Kompetenzzentrum für Translationale Medizin geplant. Es soll den Eingang von Erkenntnissen aus industriellen Entwicklungen in die klinische Anwendung fördern. Nun steht das Resultat des Architekturwettbewerbs fest: Siegerprojekt ist der Vorschlag des Büros B aus Bern.

Wie die Sitem-Insel AG, die Betreiberin des künftigen Zentrums, mitteilt, soll das vierstöckige Gebäude in den Jahren 2017 und 2018 gebaut werden. Es werde mit seiner „starken und eleganten Präsenz“ selbstbewusst den Zugang zum universitären Medizinzentrum markieren. Lob findet auch die Fassade, die Bezug zu den Bebauungslinien nimmt.  Im Innern sind drei lichtdurchflutete Innenhöfe vorgesehen, die ein „gegliedertes Netz von Begegnungsflächen“ schaffen sollen. Die offene Kommunikation ist denn auch zentraler Gedanke der Gebäude- und Nutzungsstruktur. Laut der Sitem-Insel AG ist sie „essenziell“ für den Translationsprozess, weil an ihm sowohl Vertreter aus Industrie als auch aus Grundlagenforschung, Kliniken und regulatorischen Behörden mitarbeiten sollen.

Der Neubau soll ohne öffentliche Gelder errichtet werden. Was die Betriebsbeiträge anbelangt, braucht die nicht gewinnorientierte Sitem-Insel AG allerdings Hilfe von der öffentlichen  Hand. Auf Bundesebene werde derzeit ein entsprechendes Gesuch geprüft, heisst es in der Medienmitteilung. Der Bund unterstützt das Projekt jedoch nur, wenn sich der Kanton in gleichem Masse beteiligt. Es geht dabei um Beiträge von jeweils 25.8 Millionen Franken.

Die Finanzkommission des bernischen Grossen Rates hat bereits Ja zu den entsprechenden Kredit für die Jahre 2017 bis 2020 gesagt. Sie stellt sich damit einstimmig hinter das Kreditbegehren, das die Kantonsregierung im März dem Rat vorlegen will.  (mai/mgt/sda)

Gelder für Innovationspark Biel

Neben den Geldern für das Zentrum für Translationale Medizin hat sich die Finanzkommission übrigens auch für Beiträge an den Innovationspark in Biel ausgesprochen: Der Grosse Rat soll 20 Millionen Franken für dessen Aufbau freigeben. (sda)