Bürgerproteste stoppen Fabrikbau in China

Bürgerproteste stoppen Fabrikbau in China

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In der südwestchinesischen Stadt Shifang verzichten die Behörden nach Protesten tausender Bürger auf den Bau einer umstrittenen Fabrik für Schwermetalle. Ein Erfolg für die chinesische Zivilgesellschaft.
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Ungewohnte Szenen aus dem Reich der Mitte: Aufgebrachte Demonstranten stürzen ein Polizeiauto.
 
Nach heftigen Protesten tausender Anwohner verzichten die chinesischen Behörden auf den geplanten Bau einer Fabrik für Schwermetalle. Die südwestchinesische Stadt Shifang werde das Projekt nicht umsetzen, sagte der Chef der örtlichen Kommunistischen Partei, Li Chengjing.
 
Das Bauvorhaben hätte viele Arbeitsstellen geschaffen und der Stadt Geld eingebracht, ergänzte er. Seiner Regierung sei es aber nicht gelungen, den Bürgern die Vorteile des Projekts zu erklären. Zuvor kursierte bereits auf Internet eine Mitteilung der Stadtregierung, wonach sie die Pläne für den Fabrikbau gekippt habe.
 
Gegen den Fabrik-Neubau hatten am Montag und am Dienstag tausende Menschen demonstriert, weil sie durch die Verarbeitung von Schwermetallen Umweltschäden befürchteten.
 
Die Polizei ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Umweltfragen sind in China, wo das rasante Wachstum nicht selten auf Kosten des Umweltschutzes geht, immer häufiger Anlass für Proteste. (sda/aes)