Bündner Bauwirtschaft noch im Hoch, Einbruch 2015 erwartet

Bündner Bauwirtschaft noch im Hoch, Einbruch 2015 erwartet

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Die Bündner Bauwirtschaft hat eigenen Angaben zufolge ein gutes 2014 hinter sich. Die Branche erwartet aber im laufenden Jahr einen drastischen Einbruch im Hochbau. Grund dafür sind die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative.

Das Baujahr 2014 dürfe aus der Sicht der Bündner Bauwirtschaft als gutes Jahr bezeichnet werden, teilte der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit. Die Nachfrage sei primär im Tiefbau vorhanden gewesen. Im Hochbau hätten sich die Anzeichen der rückläufigen Nachfrage im Zweitwohnungsbau verdichtet.

Auf einen Rückgang deuten die erteilten Baubewilligungen hin. Per Ende letzten Jahres lagen Bewilligungen für ein Bauvolumen von 1,5 Milliarden Franken vor. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine Abnahme um 31 Prozent. Gegenüber dem Jahr
2012 beträgt der Rückgang 42 Prozent.

Aufgrund dieser Veränderungen sei es absehbar, dass die Auftragseingänge im Hochbau im Jahr 2015 "drastisch zurückgehen werden", schreibt der Baumeisterverband. 2014 habe noch die berühmte "Ruhe vor dem Sturm" geherrscht.

Mehr Leute auf dem Bau, fast eine Milliarde verbaut

Tatsächlich ist das Baujahr 2014 gut verlaufen. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 4942. Das Gesamtvolumen an eingegangenen Aufträgen erreichte 986,8 Millionen Franken und lag um 7 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Vor allem die Aufträge im Tiefbau belebten das Geschäft, wie etwa die Auftragsvergabe des Umfahrungstunnels von Silvaplana.

Effektiv gebaut wurde letztes Jahr für 957,7 Mio. Franken. Das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz der Steigerung nicht ganz erreicht wurde die Grenze von einer Milliarde Franken, die erst- und letztmals im Jahre 2011 knapp übersprungen wurde. (sda/aes)