Bündner Bauwirtschaft baut für fast eine Milliarde Franken

Bündner Bauwirtschaft baut für fast eine Milliarde Franken

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Im Kanton Graubünden ist im vergangenen Jahr für insgesamt fast eine Milliarde Franken gebaut worden. Das realisierte Bauvolumen erreichte 992 Millionen Franken, was einen Zuwachs um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Der Wert von einer Milliarde Franken war erst einmal, im Jahr 2011, erreicht worden. Wie der Graubündnerische Baumeisterverband am Freitag mitteilte, verzeichnete der Wohnungsbau letztes Jahr eine Steigerung um 6,5 Prozent auf 334 Millionen Franken. Im übrigen Hochbau kletterte die Produktion um 8,1 Prozent auf 120 Millionen Franken. Der Baumeisterverband schrieb dazu, dass das Bauvolumen in dieser Sparte im Jahre 2013 total 175 Millionen Franken betrug.

Jeder zweite Franken in den Tiefbau

Total erreichte das Bauvolumen 2016 wieder einen Stand wie vor der Abstimmung über die Zweitwohnungsinitiative im März 2012.Bezogen auf das Gesamtvolumen von 992 Millionen Franken entfielen über 50 Prozent der realisierten Aufträge auf den Tiefbau. Dort wurden 538 Millionen Franken verbaut oder 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Tiefbau profitiert von den Investitionen der öffentlichen Hand sowie von der Rhätischen Bahn, die Geld in den Unterhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur steckt. Der Baumeisterverband nennt diese Politik "bedürfnisgestützte Investitionen". Laut dem Verband bildet der Tiefbau eine "ausserordentlich wichtige Nachfragestütze für die Bauwirtschaft". Die Kontinuität in der Investitionspolitik der öffentlichen Hand, namentlich jene des Bundes, des Kantons, der Gemeinden und der Rhätischen Bahn behalte ihre hohe volkswirtschaftliche Bedeutung, schrieb der Verband.

Beschäftigung ist stabil

Die Stabilität im letzten Jahr auf dem Bau spiegelt sich in der Zahl der Beschäftigten, die mit knapp 5000 einen marginalen Rückgang von 0,4 Prozent verzeichnete. Stabilität vermeldeten die Baumeister ausserdem bei den Arbeitsvorräten. Sie beliefen sich per Ende letzten Jahres auf 318 Millionen Franken. Das bedeutet ein Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (sda)