Bossard schraubt Gewinn 2016 auf Rekordniveau

Bossard schraubt Gewinn 2016 auf Rekordniveau

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Das Schraubenhandels- und Logistikunternehmen Bossard hat im Geschäftsjahr 2016 bei Umsatz, Betriebs- und Konzerngewinn neue Höchstmarken erzielt. Unter dem Strich blieben dem Zuger Konzern 62,4 Millionen Franken – ein Plus von 14,6 Prozent.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg im vergangenen Jahr um 11,6 Prozent auf 78,5 Millionen Franken, wie Bossard am Mittwoch mitteilte. Bereits im Januar war ein Umsatzwachstum von 5,9 Prozent auf 695 Millionen Franken kommuniziert worden. Getragen wurde das Wachstum vor allem durch die Regionen Europa und Amerika, wo Bossard die Marktposition in den letzten Jahren durch Zukäufe festigte. In Europa, dem grössten Markt mit einem Anteil von 58 Prozent, wuchs der Umsatz um 4,7 Prozent auf 401,6 Millionen Franken. Auf dem Heimmarkt Schweiz sei nach der Frankenaufwertung im Frühjahr 2015 eine gewisse Normalisierung zu spüren gewesen, schreibt das Unternehmen.

Dynamisches US-Geschäft

In den USA verbuchte Bossard ein Plus von 12 Prozent, während Asien nur geringfügig zulegte (+0,6 Prozent). Inzwischen erzielt der Konzern 27 Prozent seines Umsatzes in Amerika und 15 Prozent in Asien. Die Verkäufe in der Region Amerika stiegen vor allem dank eines grösseren Umsatzes mit dem Elektroautobauer Tesla um 12 Prozent. Im vierten Quartal betrug das Plus sogar 39 Prozent, vor allem dank der Akquisition von Arnold Industries per September 2016. Bereinigt um diesen Effekt stieg der Absatz im Gesamtjahr immer noch um 6,3 Prozent und im Schlussquartal gar um rund 15 Prozent.

Seit Jahren baue man das Amerikageschäft gezielt aus, weil man in dieser Region grosses Potenzial für rentables Wachstum sehe, heisst es im Bericht an die Aktionäre. Neben den Akquisitionen von Aero-Space Southwest 2015 und Arnold Industries 2016 hat Bossard zudem Ende 2016 ein Technologie- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley eröffnet.

Wie sich aus der Rentabilitätsentwicklung ablesen lasse, seien alle Übernahmen erfolgreich ins Konzerngefüge integriert worden, heisst es in der Medienmitteilung. Die operative Marge stieg 2016 auf 11,3 Prozent nach 10,7 Prozent im Vorjahr. Sie erreicht damit laut Bossard einen überdurchschnittlichen Wert in der Branche.

Davon werden die Aktionäre profitieren: Bossard schüttet jeweils 40 Prozent des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividendenerhöhung um 10 Prozent auf 3,30 Franken vor.

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2017 beurteilt der Konzern für 2017 grundsätzlich positiv. Es wird ein Umsatz von 750 bis 760 Millionen Franken angestrebt, unter Annahme gleicher Währungsverhältnisse wie 2016 und ohne grundlegende Veränderungen in den Marktregionen. "Den Start ins Jahr darf man als geglückt bezeichnen", lässt sich Konzernchef David Dean in der Mitteilung zitieren. Er ziehe diesen Schluss aufgrund der Entwicklung der Umsätze der ersten zwei Monate. (sda)