BIGs endlose Arkaden für San Pellegrino

BIGs endlose Arkaden für San Pellegrino

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Teaserbild-Quelle: zvg

Geschwungene Arkaden und viel Licht für Italiens bekanntestes Mineralwasser: BIG entwirft den neuen Hauptsitz für San Pellegrino. Doch dies  ist nicht das einzige aktuelle Bauprojekte im einst glamourösen Badeort San Pellegrino Terme.

Nordöstlich von Mailand im Val Brembana liegt die Gemeinde San Pellegrino Terme mit ihrer Mineralquelle. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein glamouröser Badeort soll die kleine Stadt nun wieder in altem Glanz erstrahlen. Dies gilt vor allem für das Grandhotel, das Thermalbad sowie das prächtige Casino im Jugendstil, das auch die Etikette des gleichnamigen Mineralwassers ziert. Doch das ist nicht alles. Der Getränkehersteller S. Pellegrino, der hier seit über hundert Jahren San-Pellegrino-Mineralwasser abfüllt, will seine Anlage samt Fabrik erneuern und zum neuen Sitz ausbauen. Ebenfalls zum Projekt gehört ein sogenanntes „Experience Lab“, ein Museum, das die Geschichte des Unternehmens sowie das Wasser im Allgemeinen thematisiert.

Die Architektur dazu stammt aus der Feder von BIG. Mit von unterschiedlich hohen Arkaden geprägten, lichtdurchfluteten Innen- und Aussenräumen und einer grosszügigen Piazza konnte sich Bjarke Ingels gegen die übrigen Mitbewerber - MVRDV, Snøhetta und Michele De Lucchi aus Mailand - durchsetzen. Zudem bleiben die historischen Bauten sichtbar. Man habe dem bestehenden Komplex keine neue Identität verpassen wollen, sagt Ingels. Die Idee dahinter sei gewesen, die neuen Bereiche „aus den bestehenden herauswachsen zu lassen.“ Die Inspiration dazu lieferten Umgebung und Natur: die „einzigartige Lage von San Pellegrino und die Berge“ sowie das Wasser selbst, das 30 Jahre braucht, bis es durch die verschiedenen Felsschichten gedrungen ist und über die Quelle wieder ans Tageslicht kommt. Und so setzen die zahlreichen geschwungenen Bögen nicht nur einen Bezug zur alpinen Landschaft sondern schlagen auch einen Bogen zur Architektur San Pellegrinos.

Der Baustart ist für nächstes Jahr vorgesehen. Es wird mit Baukosten von rund 90 Millionen Franken gerechnet. (mai)