Biel und Burgdorf: Nachwuchs schnuppert Technikluft

Biel und Burgdorf: Nachwuchs schnuppert Technikluft

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Teaserbild-Quelle: Bild: BFH
Die technischen Berufe kämpfen in der Schweiz bekanntlich mit Nachwuchsproblemen. Genau da setzt das Projekt „Technikschnuppertag“ der Berner Fachhochschule am 27. März an.

Der drohende Mangel an jungen Fachkräften in technischen und Ingenieurberufen ist seit einigen Jahren breit bekannt und wird in der schweizerischen Bildungspolitik aktuell behandelt. Um Kinder und Jugendliche auf allen Schulstufen vermehrt für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik („MINT-Fächer“) zu begeistern, muss eine Menge getan werden. Wie man die Sache regional angehen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Biel und Burgdorf.

Am 27. März 2014 erhalten Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Bremgarten anschauliche Einblicke in die Studiengänge Architektur, Bauingenieurwesen, Holztechnik, Elektrotechnik, Mikrotechnik und Informatik erhalten. Durchgeführt wird der Nachwuchstag von Fachleuten der beiden technischen Departemente der BFH: „Architektur, Holz und Bau“ und „Technik und Informatik“. Einen ganzen Tag lang werden die 14-jährigen Besucherinnen und Besucher die Arbeitswelt verschiedener technischer Berufe kennen lernen. In sechs Ateliers planen sie unter kundiger Leitung einen Stadtteil, treffen Massnahmen zum Hochwasserschutz, entwickeln eine Schreibtischlampe, die durch Klatschen ein- oder ausschaltet, bauen einen Roboterarm, der Gegenstände greifen kann, programmieren selber eine Webseite, erfahren, wie man eine Alarmanlage baut oder lernen, dass man nicht nur Metall-, sondern auch Holzteile miteinander verschweissen kann.

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Bild: BFH
Mit praktischen Atelierarbeiten den der Elektrotechnikerin lernen.

Der weibliche Nachwuchs stellt für den Technikschnuppertag der Berner Fachhochschule ein besonders wichtiges Zielpublikum dar. Das Lernen in gemischten Gruppen soll den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass technische Berufe nicht nur etwas für Knaben sind, sondern dass es im technischen Bereich auch für Mädchen vielfältige Aufgaben und interessante Perspektiven gibt.

Ob die Schüler und Schülerinnen nach der regulären Schulzeit tatsächlich eine technische Berufslehre und später ein technisches Studium an einer Fachhochschule ergreifen werden, ist damit sicher nicht garantiert. Aber der Weg zum Elektroingenieur, zur Bauingenieurin, zum Architekten und zur Mikrotechnikerin ist zumindest konkret aufgezeichnet.(tw/pd)