Besserer Zahltag, weniger Ausländer

Besserer Zahltag, weniger Ausländer

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Teaserbild-Quelle: Myriam Sperisen
In der Baubranche ist gegenüber dem Vorjahr über alle Lohnklassen hinweg ein Gehaltswachstum von 1,3 Prozent zu verzeichnen. Dies geht aus der SBV-Umfrage hervor. Sie stützt sich auf 45 000 Lohnmeldungen aus dem Bauhauptgewerbe.
Myriam Sperisen
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Myriam Sperisen
Bauarbeiter dürfen sich freuen: In keiner anderen Branche ist die Lohndifferenz kleiner.
 
Ein Maurer verdient durchschnittlich 5918 Franken pro Monat, bei einem Polier sind es 7610 Franken. Demnach sind laut der Lohnerhebung 2012 des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) Maurer und Strassenbauer mit ­einem Durchschnittssalär von 5918 Franken die am besten bezahlten Handwerker der Schweiz.
 
Der Durchschnittslohn des gesamten Baustellenpersonals – inklusive unqualifizierte ­Arbeitskräfte, aber ohne Poliere – liegt bei 5704 ­Franken. Das entspricht einem nominellen Lohnzuwachs von 0,9 Prozent gegenüber dem ­Vorjahr, oder einer realen Kaufkrafterhöhung von 1,3 Prozent. Überdurchschnittlich sind auch die im ­Landesmantelvertrag vorgeschriebenen Mindestlöhne: Rund 5500 Franken beträgt das minimale Salär für einen Maurer, 4400 Franken für einen ungelernten Arbeiter.
 
Die regionalen Unterschiede der Durchschnittslöhne sind gering. Den höchsten Zahltag weisen die Regionen Zürich/Schaffhausen (5811) und Nordschweiz (5771) auf. Doch auch in den Regionen Ostschweiz (5694), Bern (5690), Zentralschweiz (5664) und Westschweiz (5637) beträgt das Monatsgehalt der Bauarbeiter weit über 5000 Franken. Einzige Ausnahme ist der Tessin, wo der Durchschnittslohn mit 5438 Franken um 4,7 Prozent tiefer liegt als im Landesschnitt.
 
Was auffällt: Die Altersgruppe zwischen ­Anfang 40 und 50 ist stark vertreten. In ­einigen Jahren kommt demnach eine Pensionierungswelle auf die Baufirmen zu. Der SBV rät deshalb zu einer vorsorgenden Personalpolitik. Keinen Einfluss hingegen hatte die Erweiterung der ­Personenfreizügigkeit auf die Nationalstruktur. Im Gegenteil: Der Anteil der Schweizer ist im ­Vergleich zum Vorjahr sogar von 35,1 auf 36,9 Prozent gestiegen. (ffi/mgt)