Beschwerde der Architekten abgewiesen

Beschwerde der Architekten abgewiesen

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Im Streit um den Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West hat der Zürcher Architekt Ralph Baenziger eine Niederlage einstecken müssen: Seine Beschwerde gegen den Entscheid der Stadtbauten Bern, einen neuen Partner zu suchen, wurde vom Regierungsstatthalter abgewiesen.
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Der geplante Feuerwehrstützpunkt in Bern.
 
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Zwar sind die Ralph Baenziger Architekten AG die Urheberin des geplanten Neubaus für die Feuerwehrkaserne an der Autobahn im Gebiet Forsthaus. Weil es aber zu massiven Kostenüberschreitungen gekommen war, lösten die Stadtbauten Bern (Stabe) letzten Sommer die Zusammenarbeit mit den Zürchern auf. Mit einer öffentlichen Ausschreibung suchten die Stadtbauten Bern nach einem neuen Architekturbüro. Dieses sollte die Planung der Kaserne vorantreiben und die Federführung für die Realisierung übernehmen. Mittlerweile ist der Auftrag nun vergeben: Die Firma Itten + Brechbühl wurde mit der Weiterführung des Projektes betraut. Um die Neuvergabe hatte sich übrigens auch das Büro Baenziger Architekten beworben, allerdings erfolglos.
 
Die Ausschreibung verstosse nicht gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften, teilte Christoph Lerch, Regierungstatthalter Bern-Mittelland mit. Weder das Transparenzgebot noch die Grundsätze der Gleichbehandlung und der Nichtdiskriminierung seien verletzt worden. Der Vorwurf, die Ralph Baenziger Architekten AG sei faktisch aus dem Verfahren ausgeschlossen worden, habe sich nicht erhärtet, schreibt der Regierungsstatthalter weiter. Ob aber ein Verstoss gegen die Urheberrecht vorliege, müsste das Zivilgericht beurteilen.

Keine aufschiebende Wirkung

Damit liegt der eigentliche Entscheid des Regierungsstatthalteramts vor. Im August hatte die damalige Regierungsstatthalterin Regula Mader vorerst lediglich eine aufschiebende Wirkung der Beschwerde auf das Vergabeverfahren verneint. Diesen Entscheid zogen die Architekten ans Verwaltungsgericht weiter.
 
Die neue Feuerwehrkaserne sorgte im vergangenen Sommer wegen der Kosten für Schlagzeilen. Damals gaben die Stadt Bern und die Stadtbauten Bern bekannt, dass der geplante Feuerwehrstützpunkt 53,9 Millionen Franken kosten dürfte, und nicht wie geplant 35 Millionen Franken. (sda/mai)