Bernaqua: Halle bleibt geschlossen

Bernaqua: Halle bleibt geschlossen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Im April war die Badehalle des Erlebnisbades Bernaqua gesperrt worden, weil Deckenelemente heruntergestürzt waren und zwei Personen verletzt hatten. Das von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfene Bad bleibt bis auf weiteres geschlossen. Grund sind juristische Abklärungen, die den Einbau der neuen Decke verzögern.
 
zvg
Quelle: 
zvg
Als das Bild aufgenommen wurde, war für das Bernaqua die Welt noch in Ordnung.
 
Die Neue Brünnen AG und Betreiberin des Bades im Berner Einkaufs- und Freizeitzentrum Westside hatte gehofft, den Badebetrieb im September wieder aufnehmen zu können. Aber daraus wird nichts: Die juristischen Abklärungen nach dem Unfall bräuchten viel Zeit, teilte die Neue Brünnen AG heute mit. Denn bei den Gerichten sind Begehren für eine vorsorgliche Beweisaufnahme eingegangen. Diese zusätzlichen Abklärungen führen nun dazu, dass die Halle gesperrt bleibt. Wann sie wieder eröffnet werden kann ist nicht unklar. Die Betreiberin betont allerdings, dass sie die Arbeiten sofort aufnehmen kann, wenn die Freigabe erfolgt. Zumal durch die vorläufige Schliessung der Halle ein „erheblicher wirtschaftlicher Schaden“ entsteht.
 
Die Betreiberin hofft, dass die zusätzlichen juristischen Abklärungen zügig voran gehen, denn durch die vorläufige Schliessung der Badehalle entsteht ihr nach eigenen Angaben „ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden“. Zumal viele Kunden nicht wüssten, dass die übrigen Bereiche des Bernaqua von der Sperrung nicht betroffen seien und blieben deshalb aus.
 
Unabhängig davon wird der Bau des Bades wohl auch sonst Juristen beschäftigen. Denn nach Angaben der Betreiberin hat die für den Bau des gesamten Einkaufs- und Freizeitzentrums Westside verantwortliche Totalunternehmerin Forderungen in zweistelliger Millionenhöhe geltend. Diese weist die Neue Brünnen AG zurück, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. „Wir können diese nachträglichen Forderungen nicht nachvollziehen“, sagte Gäumann. Schliesslich habe man ein Bauwerk zu einem fest vereinbarten Preis zu einem zugesicherten Termin bestellt. (mai/sda)
 
Lesen Sie dazu auch den Artikel Mehr als "nur" ein Deckeneinsturz vom 15. April 2011