Bern: Anschubfinanzierung für neue Messehalle

Bern: Anschubfinanzierung für neue Messehalle

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Bernexpo AG

Die Bernexpo Groupe plant bekanntlich eine neue Messehalle auf ihrem Gelände. Nun haben die Berner Stadt- und Kantonsregierung beschlossen, das Projekt mit maximal je 15 Millionen Franken zu unterstützen. Doch noch müssen die Parlamente und in der Stadt auch das Volk zustimmen.

Der Berner Regierungsrat ist bereit, dem Grossen Rat Leistungen im Umfang von maximal 15 Millionen Franken zur Mitfinanzierung der neuen Messehalle „BElive Center“ auf dem Gelände der Bernexpo Groupe zu beantragen. In einem Communiqué heisst es, dass dies im Sinne einer Anschubfinanzierung geschehen solle. Der genaue Umfang der regierungsrätlichen Unterstützung indes soll erst festgelegt werden, wenn ein baureifes Projekt vorliegt. Der Stadtberner Gemeinderat knüpft seinen Beitrag an Bedingungen, wie die Nachrichtenagentur sda schreibt. So müssen unter anderem die finanziellen Chancen und Risiken des Projekts ausgewogen zwischen der Messebetreiberin, der Bernexpo Groupe, und der öffentlichen Hand verteilt sein. Darüber hinaus will die Stadt, dass ihre Anliegen bezüglich Verkehrserschliessung und Städtebau berücksichtigt werden.

14 Meter hoch

Bislang existieren erst Visualisierungsbeispiele für die neue Messehalle, die nicht verbindlich sind und sich noch ändern können. Das Projekt umfasst laut Mitteilung den Bau einer unterteilbaren, säulenfreien Halle mit 7600 Quadratmetern Fläche und einer nutzbaren Höhe von 14 Metern. Auf der Seite Guisanplatz soll die Halle mit einem dreigeschossigen Kopfbau mit Galerie und Kongressräumen, auf der Seite Zirkusplatz mit einem fünfgeschossigen Kopfbau mit Büros, Backstage und Gastronomie ergänzt werden. Mit seinem Fassungsvermögen ermögliche das BElive Center deutlich grössere Veranstaltungen als in der alten Festhalle. Diese ist mit über 65 Jahren eine Rentnerin und hat ihre maximale Nutzungsdauer erreicht.

Die Bernexpo Groupe erwartet Gesamtbaukosten zwischen 60 und 90 Millionen Franken, die sie in erster Linie selber stemmen muss. Bereits vor zwei Jahren, als die Pläne für eine neue Messehalle erstmals vorgestellt worden waren, hoffte der damalige CEO Roland Brand Standortleistungen von Stadt und Kanton.

Standort stärken

Diese Bereitschaft nun da. Die Kantonsregierung ist nämlich der Meinung, dass eine neue Messehalle für den Kanton Bern positive volkswirtschaftliche Auswirkungen haben werde und geeignet sei, den Messe- und Eventstandort Bern im nationalen Wettbewerb massgeblich zu stärken. Der Standort Bern mitten in der Schweiz und mit optimaler Anbindung an den öffentlichen und Individualverkehr sei bestens geeignet, in Zukunft neue Angebote in den Bereichen Messen, Kongresse und Events zu beherbergen. (mt/pd)