Bei Bauarbeiten bitte hier abstellen!

Bei Bauarbeiten bitte hier abstellen!

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Im Zürcher Parkplatzstreit bahnt sich eine Lösung an. Neu soll Ersatz geschaffen werden für Abstellflächen, die wegen Baustellen temporär aufgehoben sind.
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Gräuel für jeden Automobilisten: baustellen-bedingt aufgehobene Parkplätze.
 
Autos gibts in der Limmatmetropole wie Sand am Meer. Wer jedoch seinen Untersatz in der Zürcher Innenstadt abstellen will, dessen Suche nach einem freien Platz gleicht unter Umständen derjenigen nach der Nadel im Heuhaufen. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Gemeinderats zeigte gestern einen möglichen Lösungsansatz auf, der Linderung verspricht. Werden in der Zürcher Innenstadt Parkplätze wegen Bauarbeiten vorübergehend aufgehoben, wird künftig Ersatz geschaffen. Dies ist das wichtigste Ergebnis aus der Überprüfung des Parkierungskonzepts durch die GPK.
 
Sie hat sich von Januar 2010 bis April 2011 mit dem städtischen Parkierungskonzept befasst, das auf dem sogenannten Historischen Kompromiss basiert. Dieser besagt, dass die Zahl öffentlich zugänglicher Parkplätze in der Zürcher City und in citynahen Gebieten auf dem Stand von 1990 bleiben soll. Die Interessengruppe (IG) Pelikan, in der vor allem Geschäftsleute der Innenstadt organisiert sind, hat in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert, die Stadt habe Parkplätze aufgehoben, ohne Ersatz zu schaffen. Die GPK kommt mehrheitlich zum Schluss, die Zahl der Parkplätze habe sich nicht verringert und die Stadt habe auch richtig gezählt, obwohl die Angaben der GPK und der IG um fast 700 Plätze differieren.
 
Die GPK hat auch abgeklärt, wie es zu den unterschiedlichen Parkplatzzahlen kommt, mit denen IG Pelikan und Stadt hantieren. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits zählt die Stadt 30 öffentlich zugängliche Parkplätze am Hauptbahnhof und am Bahnhof Stadelhofen mit, andererseits sind in ihrer Auflistung alle Parkhausplätze enthalten, die nicht reserviert oder fest vermietet sind. Von beiden Zählungen hält die IG Pelikan nichts. Die Parkplätze an Bahnhöfen will sie nicht mitzählen, weil sie auf SBB-Grund liegen. Bei den Parkhausplätzen will sie die Zahl der Freihausparkkarten von der Gesamtzahl der Parkplätze abgezogen sehen. Diese Karten berechtigen zum Parkieren in dem entsprechenden Parkhaus. Sie garantieren aber keinen bestimmten Platz. Über die Frage, wie die Freihausparkkarten gezählt werden sollen, konnte sich auch die GPK nicht einigen. Drei SVP-Mitglieder der GPK beantragen deshalb dem Gemeinderat, den Bericht ablehnend zu Kenntnis zu nehmen. Der Rest der Kommission beantragt Zustimmung. (tst/sda)