Bauzonen in nationalen Schutzgebieten

Bauzonen in nationalen Schutzgebieten

Gefäss: 

Die Kantone Jura, Schaffhausen, Wallis und Neuenburg verfügen über die grössten Bauzonenreserven der Schweiz. Diese überschneiden sich zu einem grossen Teil mit nationalen Schutzgebieten.

Laut dem revidierten Raumplanungsgesetzt müssen zu grosse Bauzonen, den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst oder vielmehr verkleinert werden. Als Kantone mit den grössten Bauzonenreserven gelten Jura, Neuenburg, Schaffhausen und Wallis.  Hier überschneiden sich gemäss einer Analyse von Landschaftsschutz Schweiz und Pro Natura rund 100 Hektaren noch unbebaute Bauzonen mit insgesamt geschätzten 500 Fussballfeldern umfassenden nationalen  Schutzgebieten, wie Hochmooren, Vogelreservaten oder Auen.  Es herrsche ein grosser und dringlicher Handlungsbedarf, schreiben die Verbände in ihrer Medienmitteilung. Sie fordern deshalb, dass diese Landstriche möglichst umgehend und als erste vor Erschliessungen und Teilüberbauungen geschützt werden.

Die Basis für die Untersuchung lieferte die aktuellste Bauzonenstatistik des Bundes. Weil diese Daten aber aus dem Jahr 2012 stammen, bilden sie nicht ganz den aktuellsten Stand ab. Auch die verfügbare Kartengrundlage von swisstopo entspreche nicht mehr überall der Realität im Gelände, teilen die Verbände mit. Das heisst: Möglicherweise wurde auf diesem Land bereits gebaut. (mai)