„Baustellen sind besser als ihr Ruf“

„Baustellen sind besser als ihr Ruf“

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Während vier Wochen nahm der Touring Club Schweiz (TCS) zusammen mit 16 Partnerclubs europaweit Baustellen unter die Lupe. Rund die Hälfte wurde mit dem Prädikat „gut“ ausgezeichnet. Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}  In der Schweiz waren die Experten in Zürich unterwegs.
 
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Die Hardturmbrücken-Baustelle im Mai dieses Jahres.
 
Insgesamt überprüften die Experten 57 Baustellen in zwölf europäischen Städten: Barcelona, Madrid, Berlin, München, Amsterdam, Brüssel, Ljubljana, Luxembourg, Paris, Rom und Zürich. Die Fachleute befuhren im April und Mai die Baustellen ebenso in der Hauptverkehrszeit wie nachts. Daneben inspizierten sie auch die Baustellen an sich. Auf dem ersten Platz landete Brüssel mit der Baustelle auf dem Boulevard de la Grande Ceinture. Das Schlusslicht bildete die Baustelle auf der Calle de Juan Bravo in Madrid. Zürich liegt laut TCS im „oberen Mittelfeld“.

Keine einheitlichen Kriterien

Der Baustellentest zeige „schonungslos“ das Fehlen einheitlicher Kriterien auf, teilt der TCS mit. So sei man sich etwa uneins über die richtige Positionierung von Signalen, welche die Verringerung sowie die Veschwenkung vorn Fahrspuren anzeigen. Während in Deutschland, den Niederlanden und in Slowenien die Signale 50 bis 150 Meter vor Beginn einer Reduzierung aufgestellt werden, ist das Errichten von Signalen in Österreich vom Strassentyp abhängig, in Spanien von der Situation vor Ort. In Belgien und in der Schweiz ist hingegen nicht in allen Fällen eine Signalisation vorgesehen.
 
Dennoch ziehen die TCS-Tester einen positiven Schluss. „Baustellen sind besser als ihr Ruf“, sagt Verkehrsingenieur Oliver Caspar. Denn laut dem TCS führen sie längst nicht zu so vielen und langen Staus wie allgemein angenommen wird. Somit lässt sich das Resultat durchaus sehen: Drei Mal wurde das Prädikat „sehr gut“ vergeben, 28 Mal „gut“ und 21 Mal „ausreichend“. Lediglich vier Baustellen wurden als „mangelhaft“ und eine als „sehr mangelhaft“ eingestuft.

Gut informiert

Handlungsbedarf ist aber laut TCS wohl in fast jedem Fall vorhanden. Wichtige Bedeutung messen sie der Information bei. So habe die Stadt Zürich vor allem auf Information gesetzt. Zürich belege in dieser Hinsicht den Platz eins unter den zwölf Städten. Die Limmatstadt erhält vom TCS „grosses Lob“ für die Vorausinformationen über die Bauarbeiten im Internet, Radio und in den Tageszeitungen. Das Selbe gilt für den Informationsfluss während der Bauzeit im Internet und auf Informationstafeln. Dafür kam Zürich dafür in Sachen Verkehrsfluss weniger gut weg: Die Baustellen Hardbrücke und Birmensdorferstrasse erhielten die Note „sehr gut“, die Baustellen an der Schaffhauser- und der Birmensdorferstrasse hingegen nur die Auszeichnung „mangelhaft“. (mai)