Baustart für IBS in Romanshorn

Baustart für IBS in Romanshorn

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In Erlen TG, direkt an der Bahnlinie Zürich-Romanshorn, hat die Stadler Rail mit dem Bau eines 30 Millionen Franken teuren Inbetriebsetzungszentrums (IBS) begonnen. Ab Herbst 2010 sollen dort die neuen Züge vor ihrer Auslieferung unter harten Bedingungen auf ihre Betriebssicherheit geprüft werden.
 
Der erste Spatenstich und damit der Baubeginn erfolgte mit Hilfe eines Baggers durch Peter Spuhler, Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär der Stadler-Rail im Beisein des Thurgauer Baudirektors Jakob Stark. Bereits in zwölf Monaten soll die erste Etappe den Betrieb aufnehmen. Grund für die ausserordentlich schnelle Realisierung des Inbetriebsetzungszentrums ist die dann bald beginnende Auslieferung von 50 Doppelstockzügen für die Zürcher S-Bahn und von Zügen für die Norwegische Staatsbahn. Die neuen Kompositionen mit bis zu 150 Metern Länge passen nicht mehr auf die bisher genutzten Gleise in Bussnang TG oder Altenrhein SG.

Bereits bestehender Gleisanschluss als Glücksfall

Die Erstellung des neuen Stadler Rail IBS-Zentrums in Erlen erfolgt auf dem Gelände eines vor zehn Jahren stillgelegten Tanklagers, das bereits über einen direkten Anschluss an die SBB-Hauptlinie Zürich-Romanshorn verfügt. Bis in einem Jahr soll dort eine Halle von 162 Metern Länge und 42 Metern Breite gebaut sein. In dieser wird es sieben Prüfgeleise geben, zwei davon sind elektrifiziert. Die fertigen Züge sollen dort vor ihrer Ablieferung während sechs Wochen auf Herz und Nieren geprüft werden. Stadler Rail rechnet dafür mit der Beschäftigung von rund 60 Ingenieuren und Spezialisten.

Option für Weiterausbau

Mitte September hat die Stadler Rail bei der SBB eine Offerte für die Beschaffung von Doppelstock-Triebzügen für den Fernverkehr abgegeben. Sollte Stadler diesen Auftrag erhalten, wird das neue IBS-Zentrum auf eine Länge von 230 Metern ausgebaut und weitere Geleise installiert. Dies erweist sich als notwendig, weil die neuen Fernverkehrszüge 200 Meter lang sind. Deshalb wird schon die erste Bauetappe so konzipiert, dass eine Hallenverlängerung problemlos und schnell realisiert werden kann.(sda)
 

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