Bauliche Verdichtung hat in der Stadt Zürich zugenommen

Bauliche Verdichtung hat in der Stadt Zürich zugenommen

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Teaserbild-Quelle: blink.ch/luca zanier
Im Kanton Zürich werden immer mehr Wohnbauten abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Dies teilt das statistische Amt des Kantons mit. Durch die Wiederverwertung von überbautem Bauland sind zwischen 2003 und 2008 über 9’000 zusätzliche Wohnungen entstanden. Das ist rund ein Viertel aller Neubauwohnungen.
 
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Zürich West gehört neben Quartieren wie etwa Neu-Oerlikon zu den Gebieten, in denen während der letzten Jahre zahlreiche Neubauten errichtet wurden.
 
Zurzeit werden im Kanton Zürich pro Jahr über 1'000 Wohnungen abgerissen. Dieser Trend lässt sich laut dem Statistischen Amt nicht nur in der Stadt, sondern auch ausserhalb beobachten. Ein beträchtlicher Teil der abgebrochenen Gebäude stamme aus den 1960er- und 1970er-Jahren, damals seien in der Agglomeration viele energetisch ungünstige Überbauungen realisiert worden, heisst es.
 
Anstelle der abgebrochenen Wohngebäude und auf Industriebrachen wie Neu- Oerlikon, Zürich-West oder dem Sulzerareal wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Neubauten errichtet. Durch Ersatzbauten wurden in den Jahren zwischen 2003 und 2008 im Kanton Zürich insgesamt 9300 Wohnungen realisiert. Damit hat laut dem Statistischen Amt die innere Verdichtung im Kanton Zürich grosse Fortschritte gemacht. Das heisst, es wurde zwar bauliche expandiert, allerdings ohne das Siedlungsgebiet auszudehnen. Vor allem in der Stadt Zürich habe die bauliche Verdichtung "klares Übergewicht" erlangt.

Viele Wohnungen auf unüberbautem Land

Rund 26'000 Wohnungen wurden in der Untersuchungsperiode auf nicht überbautem Land realisiert. Vor allem der Mietwohnungsbau konzentrierte sich in diesen Gebieten. Mietobjekte seien aber auch in Zürich-Nord, im Einzugsgebiet der Glattalbahn und auf ehemaligen Industriearealen entstanden, schreibt das Statistische Amt weiter. Hingegen „wenig berührt vom Trend zum Ersatzneubau“ zeigt sich sich der Einfamilienhausbau. Dieser finde fast nur auf unüberbautem Land statt, so das Statistische Amt. In der Agglomeration sei der Bau von Einfamilienhäusern zurückgegangen. Auf dem Land machten dagegen die Einfamilienhäuser noch immer fast die Hälfte der Wohnflächenzunahme aus.
 
Der rückläufige Einfamilienhausbau werde durch die wachsende Verbreitung des Stockwerkeigentums mehr als kompensiert, stellt das Statistische Amt fest. Zudem würden jedes Jahr etwa 600 Mietwohnungen in Stockwerkeigentum umgewandelt. Dies führte dazu, dass die Wohneigentumsquote zwischen 2003 und 2008 von 27 auf 29 Prozent angestiegen ist. (mai/sda)