Bauhauptgewerbe setzte über 20 Milliarden um

Bauhauptgewerbe setzte über 20 Milliarden um

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2014 war ein gutes Baujahr: Erstmals lagen die Umsätze im Bauhauptgewerbe über 20 Milliarden Franken. In der jährlich erscheinenden Broschüre „Zahlen und Fakten“ des Baumeisterverbands kann man die Gründe nachlesen. Ein besonderes Augenmerk haben die Autoren dieses Mal auch auf den Immobilienmarkt gelegt.

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind auch im letzten Jahr angestiegen und haben sogar die 20-Milliarden-Grenze geknackt. Real ist dieses Wachstum jedoch eher bescheiden: Insgesamt resultierte ein leichtes Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wohnungsbau hat einmal mehr überdurchschnittlich viel zum Wachstum beigetragen, ebenfalls der Wirtschaftsbau (vor allem der boomende Bürobau).

Tiefbau rückläufig

Während der Hochbau um 8,4 Prozent gewachsen ist, ging der Tiefbau um 5,3 Prozent zurück. Wie es in der Broschüre „Zahlen und Fakten 2014“ des Baumeisterverbands (SBV) heisst, dürfte dies vor allem daran liegen, dass in diesem Sektor derzeit die ganz grossen Projekte fehlen, während laufende Grossprojekte fast abgeschlossen sind. Auch Strassenprojekte, die über den Infrastrukturfonds finanziert werden, kämen nur schleppend voran. Zwar sei der Bedarf ausgewiesen, doch verzögere sich die Planung immer wieder aufgrund von Einsprachen und Ähnlichem.

Ein kleiner Boom

Die wachsende Zahl an neuen Wohnbauten bezeichnen die Autoren der Broschüre als „überschaubaren Wohnbauboom“. Zwar würden im Moment viele Wohnungen gebaut, doch in den 60er und 70er-Jahren seien es noch vielmehr gewesen. „1973 waren es fast 82‘000 Wohnungen. 2014 sind es mit geschätzten 48‘000 nur noch etwas mehr als halb so viele.“ Die Preise für Miet- und Eigentumsobjekte sind 2014 auch weiter angestiegen. Besonders betroffen sind offenbar Eigentumswohnungen. Die realen Preise hätten bei diesen mittlerweile das Höchstniveau der Immobilienblase der späten 80er- und 90er-Jahre übertroffen. Auch die Mieten sind nach wie vor hoch. Günstige Wohnungen werden immer rarer. Während 2005 noch mehr als die Hälfte der angebotenen Wohnungen für weniger als 1400 Franken (exkl. Nebenkosten) zu haben waren, waren es letztes Jahr nur noch gut ein Drittel. (pd/mt)

Hier können Sie die Broschüre downloaden