Bauen ohne Macht- und Statussymbole

Bauen ohne Macht- und Statussymbole

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Der deutsche Architekt Günter Behnisch ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. International bekannt war er mit dem Münchner Stadion für die Olympiade 1972 geworden.
 
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Sondermarkenbogen mit Behnischs Olympiastadion anlässlich der Olympischen Spiele von 1972.
 
Der markante Bau, der vor allem durch das zeltartige Dach auffällt, konstruierte Behnisch zusammen mit dem Architekten Otto Frei. - Behnisch galt als einer der führenden deutschen Architekten der Moderne und als „Verfechter des demokratischen Bauens ohne jede Status- und Machtsymbolik“. Sein Stil ist geprägt von freien Formen und viel Glas. Der Schwerpunkt seiner Bauten liegt vor allem bei Schul- und Kulturbauten.
 
Behnisch wurde 1922 in Lockwitz bei Dresden geboren. Nachdem er während des Zweiten Weltkriegs in britische Kriegsgefangenschaft geraten war, kehrte er 1947 nach Deutschland zurück und studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart Architektur. Kurz nach seinem Studium eröffnete er 1952 sein eigenes Büro. 1966 gründete er schliesslich die Architektengruppe Behnisch & Partner, die unter wechselndem Namen bis heute besteht. Zu seinen neueren Bauten zählen der Plenarsaal des Bundestags in Bonn, die Akademie der Künste in Berlin, die Kirche Christos König in Radebeuel sowie die Hauptverwaltung der Norddeutschen Landesbank-Girozentrale in Hannover.
 
Behnisch starb gestern nach langwieriger Krankheit zu Hause, wo ihn seine Frau während der vergangenen Jahren gepflegt hatte. Dies sagte sein Sohn Stefan Behnisch gegenüber der Deutschen Pressegentur. (mai)