Baudenkmal seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig

Baudenkmal seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig

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Das Gymnasium von Biel ist ein Baudenkmal. Und dass der Bau von Max Schlup dringend einer Sanierung bedarf, ist längst bekannt. Dennoch zieht sich das Sanierungs- und das damit verbundene Neubauprojekt hin. Dies berichtet die aktuelle Ausgabe des „Bieler Tagblattes“.
 
Das ursprüngliche Projekt hatte sieben Bauten vorgesehen. Weil das Projekt zu gross erschien, musste Max Schlup seinen Entwurf überarbeiten. Aus den sieben wurden drei Baukörper und eine Turnhalle. Das ganze sei eine wohlausgewogene Komposition, ist im Artikel zu lesen. Doch müsse man dem Baudenkmal unter den Rock schauen, unterirdisch sei mehr Baumasse versenkt als darüber stehe. Das heisst, die ursprünglich oberirdischen Pavillons wurden sozusagen unter die Oberfläche gelegt. Die riesige Baumasse schwimme im Grundwasser und stecke im Seeschlamm, im teuersten Baugrund, den man finden könne, heisst es weiter. Seit vierzig Jahren stehe der Bau nun und habe nie richtig funktioniert. Das belegen laut „Bieler Zeitung“ die Unterhaltskosten: Energie und Unterhalt kosten je eine Million Franken pro Jahr, das macht 5500 Franken pro Tag.
 
Als der Kanton das Gebäude 2005 übernahm, war klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Deshalb schrieb man 2005 einen offenen Projektwettbewerb aus, bei dem es um die Gebäudehülle ging. Die Haustechnik gehörte nicht dazu, weil es dafür ein separates Verfahren brauche, wie es hiess. Nicht dazu gehörte auch der Neubau, dessen Notwendigkeit sich schon damals abzeichnete, weil man wusste, dass sich die Schülerzahl um über einen Drittel auf rund 1300 erhöhen wird.
 
Den Wettbewerb gewann das Zürcher Büro Maier Hess Architekten. In ihrem Entwurf haben sie sich ganz der Architektur von Max Schlup verpflichtet. Das Büro ist nun auch für den Erweiterungsbau zuständig. Eigentlich war er als Holz- und Glaskonstruktion vorgesehen. Auf Geheiss des Kantons, der eine noch konsequentere Verwendung von Holz verlangte, musste das Projekt noch einmal überarbeitet werden.
 
Die Planung laufe harzig, schreibt das „Bieler Tablatt“. Kanton und Stadt bekriegten sich. Sie sind in in eher unwesentlichen Sachfragen zerstritten, zum Beispiel, was die Veloständer anbelangt. Dies wiederum blockiert den weiteren Verlauf des Projektes. (mai)