Baublatt-Monatsstatistik Juli: Der Bau bleibt in Schwung

Baublatt-Monatsstatistik Juli: Der Bau bleibt in Schwung

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Teaserbild-Quelle: Urs Rüttimann

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen für den Juli mittelmässig bis schlecht aus. Die Monatsstatistik wird aber durch die geringere Anzahl Arbeitstage verfälscht. So verzeichneten die Vergleichsmonate Juli 2015 und Juni 2016 zwei Arbeitstage respektive einen Arbeitstag mehr. Das entspricht einer Differenz von 10 respektive 5%. Um diesen Faktor bereinigt hielten sich die Baugesuche (Vorjahresmonat: +2,2%; vorangehender Monat: -1%) gut und die Bewilligungen (+20,9%; +2,5%) stiegen deutlich.

Gemäss der Docu Media Schweiz GmbH werden seit dem 3.Quartal 2015 wieder mehr Baueingaben eingereicht. In der Bauwirtschaft sind diese grösseren Bauvolumen ab dem zweiten Halbjahr 2016 spürbar. Getragen wird der Aufschwung hauptsächlich vom Wohnbau, auf den erfahrungsgemäss zwei Drittel des gesamten Bauvolumens entfallen. Die Gesuche für mehrgeschossige Renditeliegenschaften (Vorjahresmonat: +4,4%; vorangehender Monat: -0,6%) und für Einfamilienhäuser (+3,9%; -0,4%) können ihr verbessertes Niveau halten.  

Ob die dynamische Entwicklung im Wohnbau lange andauert, ist allerdings ungewiss. Die Hypothekarzinsen verharren zwar auf einem historisch tiefen Niveau. Wegen der hohen Preise für Wohneigentum kann sich jedoch selbst der Mittelstand immer häufiger den Wunsch nach einem Eigenheim nicht mehr erfüllen. (Urs Rüttimann)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im Baublatt 34 vom 26. August 2016.

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