Baublatt-Monatsstatistik Januar: Der Bau startet schwach ins neue Jahr

Baublatt-Monatsstatistik Januar: Der Bau startet schwach ins neue Jahr

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Teaserbild-Quelle: Urs Rüttimann

Die Zahlen für den Monat Januar sehen auf den ersten Blick stabil aus: Die Baugesuche sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat minim um 0,7 % und die Bewilligungen stiegen um 1,9 %.

Die Bauinvestitionen gehen zurück. Kleine Baustellen, wie diese am Wellenberg in Wolfenschiessen (NW), werden deshalb künftig interessanter.
Quelle: 
Urs Rüttimann

Die Bauinvestitionen gehen zurück. Kleine Baustellen, wie diese am Wellenberg in Wolfenschiessen (NW), werden deshalb künftig interessanter.

Die Statistik wird aber durch zwei zusätzliche Arbeitstage gegenüber dem Vorjahresmonat beschönigt. Dies entspricht einer Differenz von 10 %. Die nachfolgenden Berechnungen sind deshalb um 10% bereinigt. Dies umso mehr, weil schon der Januar 2015 im langjährigen Vergleich ein miserabler Monat war. Vom Rückgang der Gesuche betroffen war insbesondere die italienische Schweiz (Vorjahresmonat: -53,6 %) und die Deutschschweiz (-10 %). Stark zurück gingen die Baugesuche insbesondere in den Ostschweizer Kantonen St. Gallen (-30 %) und Schaffhausen (-21,8 %). Aber auch die Mittelland-Kantone Solothurn (-23,6 %) und Aargau (-23,4 %) verzeichneten schlechte Werte. Demgegenüber konnte die Romandie (-1 %) das Niveau des Vorjahres beinahe halten. Vor allem Genf (+80,6 %), aber auch der Kanton Waadt (+12,3 %) haben dazu beigetragen, während die übrigen welschen Kantone Minuswerte verzeichneten.

Im Wohnbau beginnen die Investoren trotz des Anlagenotstandes vorsichtiger zu agieren. Die seit 2013 steigende Leerwohnungsziffer stimmt zunehmend vorsichtiger. Die mehrgeschossigen Renditeliegenschaften gaben gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8 % nach, die Einfamilienhäuser um 10,1 %. Der Wirtschaftsbau entwickelt sich uneinheitlich. Der Industrie- und Gewerbebau (Vorjahresmonat: +9,5 %) überwindet zaghaft seinen Tiefstand. Im Bürobau (-9,2 %) hingegen, der in manchen Regionen unter einem Überangebot leidet, waren die Gesuche rückläufig. Ebenso blieb die Stimmung im Tourismus (-7,3 %) verhalten. Im öffentlichen Sektor stiegen die Investitionen in Spitäler und Altersheime (+16,9 %). Die Baueingaben für Schulhäuser (-47,9 %) indessen gingen deutlich zurück. Die Submissionen (-1,2 %) insgesamt konnten jedoch ihr Niveau knapp halten. (Urs Rüttimann)

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