Baublatt-Analyse 4. Quartal 2015: Anzeichen einer Bodenbildung

Baublatt-Analyse 4. Quartal 2015: Anzeichen einer Bodenbildung

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Die Bauwirtschaft hat vorläufig auf tieferem Niveau Boden gefunden. Gegenüber dem Vorjahresquartal verbesserten sich die Investitionen um 10,6 Prozent. Allerdings lag das damalige Bauvolumen klar unter den Werten der Spitzenjahre 2011 und 2012. Entwarnt werden kann aber aufgrund des unsicheren konjunkturellen und politischen Umfelds noch nicht.

Die tiefen Hypothekarzinsen vermögen die Bauwirtschaft nur noch bedingt zu stimulieren. Das unsichere konjunkturelle und politische Umfeld der Schweiz bestimmen weit stärker das Verhalten der Investoren auf dem Immobilienmarkt. Im 4. Quartal 2015 konnte die Bauwirtschaft deshalb nicht mehr an das überraschend starke 3. Quartal anschliessen. Immerhin ist aber bei den Baueingaben der Abwärtstrend seit Frühjahr 2013 gestoppt. Die Bauwirtschaft könnte auf tieferem Niveau Tritt fassen. Allerdings haben sechs Gesuche für Grossprojekte mit einem dreistelligen Millionenbetrag die Bausumme im 4. Quartal hochgetrieben.

Im Vergleich zum vorangehenden Quartal ­gingen im 4. Quartal die eingereichten Bauinvestitionen um 6 % auf 12,03 Milliarden Franken zurück. Gegenüber dem Vorjahresquartal (10,87 Mrd.) erholten sich die Bauausgaben um 10,6 %. Gegenüber den Spitzenwerten im 4. Quartal der Jahre 2012 (14,03 Mrd.) und 2011 (13,28 Mrd.) liegen die aktuellen Baueingaben aber um ­14,3 % beziehungsweise 9,5 % tiefer.

Flaute in der Romandie

Die Bauwirtschaft beginnt sich auf tieferem ­Niveau einzupendeln. Darauf deuten auch die ­Zementlieferungen im Inland. Gemäss Cemsuisse sanken sie im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,2 %. Über das ganze Jahr gerechnet betrug der Rückgang noch 7,9 %.

Im Vergleich der Landesteile fällt die Romandie (Vorjahresquartal: +0,6 %; vorangehendes Quartal: -13,7 %) gegenüber der Deutschschweiz (+12,9 %; +0,6 %) ab. In der italienischen Schweiz (+72,1 %; -51,3 %) schwanken die Baueingaben erfahrungsgemäss stark. Dynamisch entwickeln sich die Wirtschaftsmetropolen ­Basel (+154,3 %; +50,3 %), Zürich (+52,7 %; +2,9 %) und Waadt (+26,4 %; +16,6 %). (ur)

 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im Baublatt 4 vom 29. Januar.