Bau- und andere Kunstwerke im Louisiana

Bau- und andere Kunstwerke im Louisiana

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Teaserbild-Quelle: Katrin Ambühl
Vielleicht gehören Sie zu den Glücklichen und fahren demnächst nach Dänemark? Oder Sie entscheiden sich nach unserem Reisetipp spontan, in den Norden zu fahren? Im berühmtesten dänischen Museum, dem Louisiana, findet bis anfangs Oktober nämlich noch eine Sonderausstellung statt. "Frontiers of Architecture" lotet auf vielschichtige Arten die Thematik von Bevölkerungsexplosion, von extremen Wohnformen und architektonischen Zukunftsszenarien aus.
 
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Zudem werden Visionen für eine neue grüne Welt aufgezeigt. Doch die Sonderausstellung ist bei weitem nicht der einzige Grund, ins Louisiana zu reisen.

 

Allein die Lage ist spektakulär. Eine halbe Stunde nördliche von Kopenhagen direkt am Öresund gelegen, bietet der Ort Natur pur mit üppigen Parks, Strand und Blick Richtung Schweden. Auf diesem schönen Flecken Dänemarks hat einst Alexander Brun Wurzeln geschlagen und 1855 eine Villa gebaut. Gut 100 Jahre später öffnete im gleichen Gebäude das Museum of Modern Art. Bald schon wurde es zu eng in der alten Patriziervilla. Über die Jahrzehnte wurden deshalb ein Südflügel, ein Ostflügel, das Children's House, der Lake Garden  und der Museumsshop angebaut.
 
Ein Gang durchs Museum führt heute an Klee, Picasso, Lichtenstein und vielen anderen Künstlern der Moderne vorbei. Immer wieder gleitet der Blick nach draussen, denn auch in der grosszügigen Gartenanlage stehen Kunstwerke. Von Bill, Calder oder Moore. Und neu eben auch von Arne Quinzes Installation My Home. Eine Vision von Eigenheim, die sicher nicht einem Bauingenieur entstammt, denn die ganze Konstruktion ist schief, undicht und kommt auch optisch ziemlich schräg daher. Aber sie weckt Emotionen, erinnert etwa an Baumhäuser von Kindern, an Slumbehausungen, die Grundstrukturen eines Tipis und vieles mehr. Vieles gäbe es noch zu erzählen vom Louisiana, doch am besten reisen Sie selbst dorthin oder zumindest auf die Homepage des Museums. Dieses ist übrigens nach den drei Ehefrauen des ehemaligen Villenbesitzers benannt ist. Alle drei hiessen nämlich gleich: Louise. (ka)