Bau einer zweiten Kanti in Luzern?

Bau einer zweiten Kanti in Luzern?

Gefäss: 

Auf dem Areal der Kantonsschule Reussbühl in der Stadt Luzern wird möglicherweise eine zweite Kantonsschule gebaut, die dereinst das Kurzzeitgymnasium Musegg beherbergen soll. Der Regierungsrat hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Seit 1999 ist das Kurzzeitgymnasium in der Schulanlage Musegg angesiedelt. Das Gebäude gehört der Stadt Luzern und wird vom Kanton für jährlich 3,47 Millionen Franken gemietet. Unterrichtet werden dort rund 500 Kantonsschüler. Für den Kanton ist dies eine teure Lösung. Deshalb sind Alternativen geprüft worden, darunter auch die Integration der bisherigen Schulklassen in das bestehende Raumangebot der städtischen oder umliegenden Schulen. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst, sei jedoch ein Weiterausbau der Kantonsschule Alpenquai „anlagespezifisch und betriebstechnisch nicht sinnvoll“. Auch die Kantonsschule Reussbühl nähere sich ihrer maximalen Auslastung an.

Deshalb hat der Regierungsrat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und dafür einen Planungskredit von 150‘000 Franken gesprochen. Die Studie soll prüfen, ob auf dem Areal der Kantonsschule Reussbühl ein neues Kurzzeitgymnasium als Ersatz für die Kantonsschule Musegg gebaut werden kann. Der Kanton verfüge auf dem Gebiet über ausreichende Landreserven, heisst es.

Ist ein Neubau möglich und sinnvoll, rechnet man mit Investitionskosten von 36 Millionen Franken. Laut Mitteilung wäre das günstiger als der mögliche Erwerb des Musegg- und Fluhmattschulhauses. Der Neubau soll als eigenständiges Kurzzeitgymnasium "Staldenhöhe-Reussbühl" mit rund 600 Schülern geführt werden. Die unmittelbare Nähe zur Kanti Reussbühl ermögliche es, Synergien zu nutzen – etwa in den Bereichen Administration, Mediothek, Freifächer, Hauswartsdienste oder Mensa. (mt/sda)