Basler S-Bahn: Referendum gegen „Herzstück“ gescheitert

Basler S-Bahn: Referendum gegen „Herzstück“ gescheitert

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Teaserbild-Quelle: Quelle: www.herzstueck-basel.ch

Das sogenannte „Herzstück“-Projekt der Basler S-Bahn – ein Tunnel, der den SBB-Bahnhof in Basel und den Badischen Bahnhof verbinden soll – kann voraussichtlich geplant werden. Das Referendum ist knapp gescheitert.

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Quelle: www.herzstueck-basel.ch
Der (dunkelgrün) Tunnel ist das Herzstück des S-Bahn-Projekts

Das Herzstück der Basler S-Bahn ist ein Tunnel unter der Innenstadt und dem Rhein, der den SBB-Bahnhof in Basel und den Badischen Bahnhof verbinden soll. Dies, um die Infrastruktur der S-Bahn zu verbessern. Die Kosten werden auf 1,5 Milliarden Franken geschätzt. Sowohl Basel-Stadt als auch Basel-Landschaft haben im September knapp 30 Millionen Franken für die Erstellung eines Vorprojekts bewilligt. Gegen den städtischen Beschluss wurde in der Folge das Referendum ergriffen. Wie die Staatskanzlei des Stadtkantons schreibt, ist dieses nun gescheitert. Innerhalb der Sammelfrist seien zwar insgesamt 2031 Unterschriften eingegangen – das Referendumskomitee hat allerdings 2035 gezählt –, aber nur 1987 hätten die Anforderungen für die Gültigkeit (2000 Unterschriften) erfüllt. Wird kein Rekurs ergriffen, tritt der Beschluss über den Planungskredit in Kraft.

Kosten zu hoch

Das Referendumskomitee hatte vor allem mit den Kosten – sowohl jenen für die Planung als auch jenen für die Realisierung – Mühe bekundet. Angesichts der leeren Bundeskassen erachtete man die Finanzierung als unsicher. Beide Basel sind nämlich der Ansicht, dass der Bund die Realisierung des Tunnels berappen soll. Zudem wurde der Verteilschlüssel zwischen den beiden Basel bei den Planungskosten kritisiert. Dieser sieht vor, dass auf Basel-Stadt 19,5 Millionen und auf Basel-Landschaft 9,8 Millionen entfallen. (pd/mt)