Basel: Neuer Stadtteil im Klybeckquartier

Basel: Neuer Stadtteil im Klybeckquartier

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Im Basler Klybeckquartier soll auf Werkarealen der BASF und der Novartis ein völlig neuer Stadtteil entstehen. Gestern startete die Testplanung. Als Planerteams beteiligen sich neben den Basler Diener & Diener Architekten das Büro Albert Speer + Partner aus Frankfurt, OMA aus Rotterdam sowie die Berliner Hans Kollhoff Architekten.

Die vier eingeladenen Planerteams sollen bis kommenden Juni in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern in einem Dialogverfahren Szenarien entwickeln, die aufzeigen, wie die heute nicht mehr von den Novartis und BASF benötigten Flächen zu einem gemischten Stadtquartier umfunktioniert werden können. Dies teilte das Basler Verkehrs- und Baudepartement mit.

Im Mai hatten BASF, Novartis und Kanton mit einer unterzeichneten Planungsvereinbarung beschlossen, auf den beiden insgesamt 30 Hektaren umfassenden Werkarealen ein neues, zusammenhängendes Stück Stadt zu entwickeln. Im neuen Quartier sind vielfältige Nutzungen vorgesehen: Wohnen „in unterschiedlichen Segmenten“, Arbeiten, Freizeit, Kultur und öffentliche Einrichtungen. Daneben sollen auch Aufenthaltsflächen mit Freizeitmöglichkeiten und kulturellen Nutzungen möglich sein.

Die Ergebnisse aus der Testplanung werden im Juni an einer  zweiten Beteiligungsveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Daraufhin werden sie mit weiteren Inputs aus der Bevölkerung bis im Herbst 2017 zu einer Synthese verarbeitet. Diese bildet dann die Grundlage für den behördenverbindlichen Stadtteilrichtplan sowie für das weitere Vorgehen der Planungspartner.

Die Bevölkerung hat allerdings schon jetzt die Gelegenheit erhalten, sich einzubringen: Im September hatten sich rund 150 Personen zu einem Workshop gefunden, um sich über die anstehende Arealentwicklung auszutauschen. So wurde festgehalten, dass genügend Grün- und Freiräume wichtig sind. Zudem sind die Teilnehmer der Ansicht, dass es Wohnraum für alle sozialen Schichten braucht. Damit dies gelingt, sei auch günstiges Wohnen gezielt zu fördern. Die Ergebnisse wurden den Planerteams als wichtigen Input für ihre Arbeit mitgegeben. (mai/mgt)