Bald kein Platz mehr für Inertstoffe in Zug

Bald kein Platz mehr für Inertstoffe in Zug

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Teaserbild-Quelle: PD

Im Kanton Zug steht mit der Deponie Tännlimoos in Baar gerade mal eine Ablagerungsstelle für Inertstoffe zur Verfügung. Wird die Deponie weiterhin so intensiv wie bis anhin genutzt, dürfte sie in absehbarer Zeit nichts mehr aufnehmen können. - Beim Aushub ist die Situation hingegen nicht dramatisch.

Quelle: 
PD
Im Kanton Zug können Inerstoffe nur in der Deponie Tännlimoos entsorgt werden.

Laut Zuger Baudirektion liesse sich dieses Problem immerhin kurz- bis mittelfristig eindämmen, etwa indem das Einzugsgebiet eingeschränkt wird. Dennoch müssten früher oder später neue Inertstoffdeponien realisiert werden. Darum sollen die im Richtplan bereits festgesetzten beiden Aushubdeponien Grossmoos und Tanklager neu für Inertstoffe reserviert und nich für unverschmutzten Aushub verwendet werden. Wie die Baudirektion weiter mitteilt, müssen die Bauabfälle verstärkt in das Materialrecycling und damit in die Bauwerke zurückgeführt werden. Um die stark steigenden Bauab-fallmengen ohne weitere Deponien bewältigen zu können, müsse insbesondere auch der Absatz von solchen Recyclingbaustoffen dringend gefördert werden.

Keine neuen Deponien für Aushub

Neben den beiden Aushubdeponien sind in Zug noch fünf Kiesgruben als Ablagerungsstellen in Betrieb, die noch Material aufnehmen können.  Hier drängr sich keine Neuausscheidung von Deponiestandorten auf, teilt die Baudirektion mit. Der Ablagerungsbedarf aus der Regelbautätigkeit könne voraussichtlich durch vorhandene und im Richtplan festgesetzte Ablägerungstätten gedeckt werden.

Damit Engpässen bei der Aushubentsorgung verringert werden können, hat die Zuger Baudirektion auch Vereinbarungen mit ausserkantonalen Deponien vorgesehen. Zudem müssen grosse Infrastrukturprojekte für die Aushubentsorgung eigene, zusätzliche Lösungen entwickeln. (mai)