Bäderquartier Baden: Änderungen bei Finanzierung und Gestaltung

Bäderquartier Baden: Änderungen bei Finanzierung und Gestaltung

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Nach langem Schweigen gibt es Neuigkeiten vom Badener Bäderprojekt: Die CS geht, die UBS kommt. Und die Botta-Kuppel geht gar nicht, finden die Behörden.

Überraschend teilten die Verenahof AG und die Gesundheitsstiftung Bad Zurzach + Baden an ihrer am Dienstag einberufenenen Medienkonferenz zum weiteren Vorgehen bei der Planung im Bäderquartier mit, dass beide Akteure nun selber im Bäderquartier investieren werden. Grund dafür ist der Ausstieg der Crédit Suisse Funds AG mit ihrer Tochtergesellschaft CS Real Estate Fund Hospitality "mangels Renditeaussichten".

Während die Verenahof AG als Eigentümerin keinen Landpreis bezahlen muss und nun mit der Stiftung im Rücken agieren kann, hätte die CS rund 200 Millionen Franken investieren müssen, wenn sie auch die Liegenschaften übernommen hätte. Benno Zehnder, Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG, sagte, die Abklärungen mit der CS hätten das Projekt um ein Jahr verzögert. Er kündigte an, die Verenahof AG werde rund vier Fünftel des Ärztehauses mit Wohnen vorgängig im Eigentum verkaufen, und gab sich zuversichtlich, es mithilfe des UBS-Bankenkonsortiums dann auch alleine zu schaffen, den Restbetrag aufzubringen. Stadtammann Geri Müller schloss an der Konferenz auch eine Beteiligung der Stadt nicht aus und verlieh damit der Wichtigkeit des Projekts für die Stadt Nachdruck.

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Bottas Kuppel geht baden.

Weniger gute Nachrichten gab es für Mario Botta, den Architekten des Bäderprojekts: Es liegt zwar bereits ein rechtskräftiger Gestaltungsplan für das Bad und das Ärzte-/Wohnhaus vor, doch die so genannte Botta-Kuppel beim Gesundheitskomplex, die die Lichthöfe der denkmalgeschützten Altbauten überspannen sollte, ist endgültig vom Tisch. Die Kuppel passe nicht ins historische Bäderquartier und sei deshalb nicht bewilligungsfähig, ureteilen die zuständigen Behörden. Ob der Architekt das Verenahof-Projekt weiter verfolgen will, nachdem sein zentrales Gestaltungselement gestrichen wurde, bleibt fraglich. Von den Investoren kamen widersprüchliche Signale, die an der Konferenz nicht eindeutig geklärt wurden. Jedoch soll es bald ein Gespräch mit Botta dazu geben. Am Zeitplan werde weiterhin festgehalten, bestätigte auch Ammann Geri Müller. Man sei allerseits guten Willens, Zugeständnisse zu machen, damit das baureife Projekt zusammen mit Bad und Ärzte-/Wohnhaus bis zum Herbst eingereicht werden könne.(tw)