Badener Kantonsspital erhält neuen Haupttrakt

Badener Kantonsspital erhält neuen Haupttrakt

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle:
Der Neubau soll flexibel erweitert werden können. (KSB/PD) 1/2

Der seit Jahren sanierungsbedürftige Haupttrakt des Badener Kantonsspitals wird mit einem Neubau ersetzt. Das Projekt dazu stammt vom Team Nickl & Partner aus Zürich, das mit seinem Vorschlag die Jury des Generalplanerwettbewerbs überzeugen konnte.

Der bestehende Bau habe über vier Jahrzehnte mit seiner für die damalige Zeit richtungsweisenden und nachhaltigen Anordnung überzeugen können, heisst es auf der Website zum Projekt. Doch mittlerweile ist das Gebäude sanierungsbedürftig. Zwar dachte man über eine Gesamtsanierung nach, verwarf die Idee aber wieder. Dies, weil die Neubaukosten mit 450 Millionen Franken laut Spital-CEO Adrian Schmitter „nur geringfügig höher“ ausfallen als jene für eine Sanierung. „Zudem wäre ein langjähriger Umbau bei laufendem Betrieb weder Patienten noch dem Personal zumutbar. Auch wäre das Spital in den Abläufen immer noch in den 70er-Jahren und entspräche den Anforderungen an ein modernes Spital immer weniger“, erklärt Schmitter.

Der neue Trakt setzt sich nun aus zwei ineinander verschränkten Baukörpern zusammen und schafft so laut Website zum Projekt „eine prägnante ortsbauliche Struktur, die sich mit angenehmer Selbstverständlichkeit in den topographischen und räumlichen Kontext einpasst“. Um sicher zu stellen, dass er gegebenenfalls flexibel erweitert werden kann erhielt er  „einen modularen, volumetrischen Charakter“. Das Gebäude wurde  so konzipiert, dass sich einzelne Teile unabhängig vom restlichen Bau erneuern lassen und dass teure Infrastrukturen sowohl für ambulante als auch für stationäre Patienten genutzt werden können. Zudem wurde die Anzahl Betten erhöht, anstatt wie bisher rund 370 sollen es rund 400 sein.

Mit dem Start der Bauarbeiten oder vielmehr dem Rückbau des alten Trakts rechnen die Verantwortlichen kommendes Jahr. Der Bezug ist für 2022 geplant. (mai)