Autobahnen werden sicherer, Hauptstrassen bleiben gefährlich

Autobahnen werden sicherer, Hauptstrassen bleiben gefährlich

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Hauptstrassen sind in der Schweiz gefährlicher als Autobahnen; die Unfallrate ist in der französischen Schweiz und im Tessin um 50 Prozent höher als in der deutschsprachigen Schweiz. Dies ergab eine Studie des TCS im Rahmen des Projekts European Road Assessment Programme (EuRAP).
 
Die Zahl der schweren Unfälle pro Milliarde Fahrzeug-Kilometer hat laut der Studie auf Autobahnen und Hauptstrassen abgenommen. Allerdings sind sie unterschiedlich gefährlich: So ist die Rate auf Autobahnen von 20,9 (Periode 1997 bis 2002) auf 14,8 (Periode 2003 bis 2008) gesunken. Auf Hauptstrassen hat sich die Rate hingegen während derselben Vergleichsperioden nur von 58,1 auf 53,2 verringert. Die Studie erfasste 1'872 Kilometer Autobahnen sowie 5'112 Kilometer Hauptstrassen, das sind insgesamt zehn Prozent des Schweizer Strassennetzes.
 
Für die Zeit zwischen 2003 und 2008 wertete die Studie insgesamt 30'820 schwere Unfälle aus. Davon ereigneten sich auf den vom TCS analysierten Hauptstrassen 6'129 Unfälle, diese Zahl macht 20 Prozent aller schweren Unfälle. Sie waren Ursache für 37 Prozent der Todesfälle und für die 23 Prozent Schwerverletzten, die man während des gleichen Zeitraums in der ganzen Schweiz zählte.
 
„Auf Hauptstrassen von mittlerer bis hoher Gefährlichkeit müssen dringend Massnahmen ergriffen werden“, zitiert der TCS Daniel Baumann, Verkehrsingenieur und zuständig für die EuRAP-Projekte beim TCS. Derart hohe infrastrukuturelle Risiken seien unzumutbar angesichts der grossen Anstrengungen, die gemacht würden, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu erhöhen und die Ausbildung der Fahrer zu verbessern. (pd/mai)
 
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