Aussichtsturm in Goldau: Schwertransport im Tierpark

Aussichtsturm in Goldau: Schwertransport im Tierpark

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Teaserbild-Quelle: zvg

Der Bau des Aussichtsturms im Tierpark Goldau SZ kommt voran. Letzte Woche wurden die tragenden Elemente zur Baustelle transportiert – im vom Bergsturz geprägten Gelände eine logistische Herausforderung, wird der Turm dereinst doch ein ziemlich massiges Gebilde.

An die 30 Meter hoch wird sich der Aussichtsturm über den Tierpark Goldau erheben. Der Grundriss der Holzkonstruktion misst 5,2x17 Meter. Das Gebilde stammt aus der Feder des Bündner Architekten Gion A. Caminada und besteht aus zwei getrennten, leicht versetzt angeordneten Körpern, die sich nach einigen Stockwerken zu einer einzigen Form vereinen.

Bei diesen Ausmassen ist der Transport der vorgefertigten Einzelteile eine logistische Herausforderung, zumal die Topografie im Tierpark alles andere als „einfach“ ist. Denn die Spuren des Bergsturzes im Jahr 1806 sind noch deutlich zu sehen. Es ist uneben, überall liegen noch Felsbrocken herum, die Wege sind schmal und mäandern durch das Gelände. Und die Tiere sind ja auch noch da.

Letzte Woche wurden die statisch tragenden Elemente angeliefert. Wie es in einer Mitteilung des Tierparks heisst, handelte es sich um bis zu 13,5 Meter lange und teils mehrere Meter breite Brettschichtträger. Sie wurden in einer einheimischen Firma zugeschnitten, geleimt und ausgefräst. „Die grösste Herausforderung waren die Steilheit und der schmale Tierparkweg“, so Chauffeur Louis Blum. „Hätte ich anhalten müssen, wäre ein Pneukran bereitgestanden, um den 20 Tonnen schweren Lastwagen mitsamt der Zehn-Tonnen-Last hinaufzuziehen.“ Doch das war zum Glück nicht nötig. Wie es heisst, klappte alles problemlos.

Nun werden die Elemente verankert und ins Fundament eingegossen. Die Eröffnung ist für diesen Herbst geplant. Ob dies dann aber auch tatsächlich der Fall sein wird, hängt vor allem von Petrus‘ Laune in den kommenden Wochen ab. (mt/pd)