Ausflugstipp: Zurück ins Reduit nach Fürigen NW

Ausflugstipp: Zurück ins Reduit nach Fürigen NW

Gefäss: 

Hoch ragen die Felswände an der Uferstrasse von Stansstad nach Kehrsiten auf. Doch einige davon sind gar nicht echt, sondern kunstvolle Tarnung für die Festung Fürigen mit ihren Schiessscharten. Wo einst Soldaten hinter dickem Beton auf den Feind warteten, befindet sich heute ein spannendes Museum.

Tief im Innern des Nidwaldner Bürgenbergs erwartet die Besucher neben zwei Geschützständen mit Befestigungskanonen und drei Maschinengewehren ein voll eingerichtetes Labyrinth mit Schlafräumen, Küche und einer Krankenstation mit Operationsraum. Wer die Reise in die Vergangenheit antritt, zieht sich mit Vorteil warm an. Drinnen im 200 Meter langen Stollensystem beträgt die Temperatur das ganze Jahr lediglich zwischen 10 und 12 Grad Celsius.

Die Festung Fürigen wurde 1941/42 mitten im Zweiten Weltkrieg gebaut. Die Schweizerische Militärführung befürchtete den Einmarsch der deutschen Wehrmacht und zog sich in den besser zu verteidigenden Alpenraum – ins Reduit – zurück. Fürigen war eine von vielen Befestigungswerken, die während des Zweiten Weltkriegs im Raum Nid- und Obwalden gebaut wurden. Ab den 50er-Jahren richtete sich die Aufmerksamkeit der Militärführung auf den Ostblock und einen allfälligen Atomkrieg in Westeuropa. Doch mit dem Ende des Kalten Kriegs wurde auch die Armee reformiert und die verschiedenen Festungen stillgelegt.

Seit 1991 ist die Festung Fürigen ein öffentliches Museum des Kanton Nidwaldens – und ein lohnendes Ausflugsziel fürs Wochenende (geöffnet
jeweils Samstag und Sonntag).(gd)


Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad
Mehr Informationen:
www.nidwaldner-museum.ch/festung-fuerigen