Aus für Überbauung auf Kibag-Gelände am Zürichsee

Aus für Überbauung auf Kibag-Gelände am Zürichsee

Gefäss: 
Für den Bau von rund 60 Wohnungen hätte das Zürichseeufer bei Wangen SZ aufgeschüttet werden sollen. Daraus wird nun nichts: Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat Beschwerden gegen die Baubewilligung für die Testufer gutgeheissen. Dies teilten die Gemeinde Wangen und die beschwerdeführende Organisation „aqua viva rheinaubund“ mit.
 
Bei dem Ufer handelt es sich um das Gelände des Kieswerks Kibag, es hätte auf einer Fläche von 51'000 Quadratmetern umgestaltet werden sollen. Geplant waren eine Siedlung mit rund 60 Wohneinheiten, ein neuer Bootshafen, öffentliche Wege sowie Flachwasserzonen. Daneben plante die Gemeinde auf der Halbinsel Nuolen ein Schwimmbad. Das Gericht kam gemäss den Mitteilungen zum Schluss, dass das Vorhaben mit den seit 2011 geltenden Gewässerschutzbestimmungen nicht mehr vereinbar ist. Somit wird das öffentliche Interesse am Schutz der Gewässer höher gewichtet als die privaten Interessen, die bestehenden Planungen weiter zu führen. – Die Planungen haben über zehn Jahre gedauert.
 
Der Gemeinderat von Wangen will nun die Folgen des Gerichtsentscheides analysieren, etwa was die Verträge der Gemeinde mit der Kibag anbelangt. In diesen geht es unter anderem um den Abbau der Anlagen. Erfreut sind die Beschwerdeführer: Die Planung in diesem Gebiet müsse nun von einem neuen Standpunkt aus betrachtet werden, in der die Interessen der Natur und der Öffentlichkeit mehr Gewicht erhalten würden. (mai/sda)