Aufwärts ab dem neuen Jahr

Aufwärts ab dem neuen Jahr

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Die jüngsten Werte des KOF-«baublatt»-Indikators deuten auf eine Erholung der Baubranche hin. Bis zum Jahresende werden die Wohnbauinvestitionen für das Gesamtjahr zwar um nominell 4,6 Prozent gegenüber 2009 sinken. Aber im ersten Quartal 2011 werden sie dann deutlich zunehmen: Der Anstieg der Wohnbauinvestitionen liegt gegenüber dem 1. Quartal des laufenden Jahres bei nominell 18 Prozent. Die gesamten Bauinvestitionen nehmen im Verlauf dieses Jahres ebenfalls ab. Das erste Quartal des neuen Jahres zeigt eine Verbesserung: Im Vergleich zum Vorjahresquartal steigen die Investitionen im Gesamtbau um nominell 15 Prozent. Die gesamten Bauinvestitionen erhöhen sich im ersten Quartal 2011 auf 12 Milliarden Franken. Der Wohnbau als Stütze des gesamten Bausektors verzeichnet einen Investitionsanstieg auf rund 6,5 Milliarden Franken. Damit liegen die Investitionen im Wohnbau wieder ungefähr auf dem Niveau von Ende 2009.
 
Die beiden KOF-«baublatt»-Indikatoren beziehen sich auf die nominellen Bauinvestitionen. Somit muss die Preisentwicklung mitberücksichtigt werden, um das damit verbundene Bauvolumen abschätzen zu können. Die Grafik «Baupreise» spiegelt daher die vom Bundesamt für Statistik (BFS) halbjährlich erhobene Preisentwicklung für Hochbauinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr sowie der von der KOF im Rahmen ihrer regelmässigen Umfrage in der Bauwirtschaft erhobene Saldo der Preiserwartungen für das laufende Quartal im Hochbau. Mit Hilfe dieser Zusatzinformationen lässt sich das zu erwartende Bauinvestitionsvolumen für den Wohnbau respektive für die gesamten Hochbauinvestitionen ableiten.
 
Aus den neusten Zahlen des BFS geht für die erste Jahreshälfte 2010 ein Anstieg der Baupreise von über sechs Prozent hervor. Zum ersten Mal seit einem Jahr verzeichnet der Baupreisindex wieder ein positives Wachstum. Die jüngsten KOF-Umfrageergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Schweizer Firmen zwar weiterhin sinkende Preise erwartet, doch hat der Anteil der Firmen, die von keiner Veränderung ausgehen, klar zugenommen. Die Preiserwartungen der Firmen tendieren also wieder aufwärts. (KOF)