Aufforstungsprojekt für Haiti

Aufforstungsprojekt für Haiti

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Teaserbild-Quelle: zvg
Für den britischen Architekturstudenten John Naylor ist die Hoffnung bambusgrün, zumindest, was die Zukunft der haitianischen Hauptstadt Port au Prince betrifft. Er hat ein Projekt konzipiert, mit er den Menschen der noch immer stark unter dem Erdbeben von 2010 leidenden Stadt helfen und die abgeholzten Wäldern in der Umgebung zu neuem Leben erwecken will.
 

Bambus­plantagen sollen für eine intakte Natur sorgen und den Rohstoff liefern, den es für ­Häuser in erdbebensicherer Leichtbauweise braucht. Naylor schlägt vor, neben den Bambushainen ebenfalls aus Bambus Höfe zu errichten, die von oben betrachtet an elegante, unregelmässige, ­filigran geflochtene Ringe erinnern. Sie sollten so konstruiert werden, dass sie starken Stürmen und auch Erdbeben möglichst widerstehen. Der angehende Architekt stellt sich vor, dass in diesen Höfen Werkstätten eingerichtet werden könnten.
 
Ob seine Vision dereinst tatsächlich Realität wird, bleibt abzuwarten. Aber sie hat immerhin schon einmal das Interesse von Norman Foster geweckt: John Naylor erhielt für sein mutiges Projekt den ­«Architectural-Association-Foster + Partners»-Preis, mit dem das Büro des britischen Stararchitekten alljährlich besonders innovative Projekte junger Architekten auszeichnet. «John Naylors Projekt zeigt, wie gut sich soziale und ökologische Ziele ergänzen ­können», erklärt dazu Mouzhan Majidi, der Geschäftsführer von Foster + Partners. «Wir ­hoffen, dass der Preis Studenten ermutigt, sich mit ­Themen wie Nachhaltigkeit und Infrastruktur auseinander-zusetzen, weil diese für die Architektur immer wichtiger werden.» (mai)