Auf Sendung mit der Meerwasser-Antenne

Auf Sendung mit der Meerwasser-Antenne

Gefäss: 

Eine Fontäne mitten im Meer oder in einem See ist auch eine Antenne. Mitsubishi Electric hat dieser Tage ein System präsentiert, mit dem über einen Wasserstrahl Radiowellen empfangen und gesendet werden können, das dank einer speziellen Düse keinen festen Grund braucht. 

 Zwar forscht auch die US Navy  in diese Richtung, schliesslich ist der „Baustoff“, der für eine solche Antenne benötigt wird, auf dem Meer beinahe unbegrenzt verfügbar. Allerdings setzen bisherige Systeme dieser Art im Gegensatz zur japanischen auf Fontänen, die an Land oder zumindest auf einem Schiffsdeck installiert worden sind. Dies, weil sonst das Meer den nötigen Strom erden würde.

Mitsubishi Electric hat nun eine speziell isolierte Düse entwickelt, die auch dann noch eine funktionierende Antenne liefert, wenn sie sich direkt im Meerwasser befindet. Möglich macht dies eine Viertelwellenlängen-Röhre in der Düse, welche diese entsprechend isoliert. Eine weitere Herausforderung bei Meerwasser-Antennen ist die Effizienz: Denn auch wenn Salzwasser viel leitfähiger als Süsswasser ist, leitet es längst nicht so gut wie Metall. Allerdings hat auch die Forme der Form der Fontäne einen grossen Einfluss. Mittels Simulationen haben die Ingenieure von Mitsubishi die optimale Form für eine Fontänenantenne ermittelt. Demnach muss das Wasser je nach Übertragungsfrequenz bis zu einige Dutzend Meter hoch spritzen. Und so erreicht „Sea Aerial“ seinen Schöpfern zu Folgen immerhin eine Effizienz von 70 Prozent, sodass das System sinnvoll Signale empfangen und übertragen kann.

Laut dem Unternehmen, ist Sea Areal die erste Meerwasserantenne, die terrestrisches Digital-Fernsehen empfangen kann. (mai/mgt)