Auf der Schattenseite der Sonnenwirtschaft

Auf der Schattenseite der Sonnenwirtschaft

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In der aktuellen Rangliste der Innovationsführer im Bereich Cleantech belegt die Schweiz nur einen Platz hinter Ländern wie Grossbritannien, Indien, Irland und sogar China.
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Die Schweiz rangiert gemäss der neusten Studie zur Cleantech-Wirtschaft nur im Mittelfeld.
 
Darauf können wir nicht stolz sein. Die Cleantech-Wirtschaft zählt weltweit zu den stärksten Wachstumsbranchen – aber die Schweiz rangiert nur auf dem abgeschlagenen 15. Platz. Dies zeigt die neuste Studie im Bereich umweltfreundlicher Technologien des Beratungsunternehmens Cleantech Group.
 
Zwar bestätigt die Studie gemäss einer Medienmitteilung die allgemeine Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft. Doch ausgerechnet im Cleantech-Bereich sei sie unterdurchschnittlich. Zudem seien zwei wichtige Zutaten für den Erfolg von Cleantech-Jungunternehmen zu knapp: Risikokapital und ein Heimmarkt, der selbst voll auf saubere Energie setze und damit Jungunternehmen Chancen biete.
 
Ganz anders sei die Situation in Dänemark, wo der Staat in der Gesetzgebung wie bei den Forschungsausgaben stark auf Cleantech setze. Auch eine bereits sehr gut entwickelte Cleantech-Wirtschaft und grosszügig vorhandenes Risikokapital seien Dünger für erfolgreiche Cleantech-Innovationen. Damit steht Dänemark an der Spitze der Rangliste. An zweiter Stelle folgt Israel, dann kommen Schweden, Finnland, die USA, Deutschland, Kanada, Südkorea, Irland und Grossbritannien. Auch Indien und China liegen noch vor der Schweiz.
 
"Cleantech ist eine der grössten Chancen für die Schweizer Wirtschaft", lässt sich Katharina Serafimova vom WWF Schweiz im Communiqué zitieren. "Doch wir tun zu wenig, um die Chance zu packen." Gefragt sei Unternehmergeist bei den Investoren. "Gefragt ist aber auch die Politik, die nach dem Vorbild von Dänemark stärker auf neue erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen und damit die eigene Industrie stärken könnte." (tst/sda)