Auch Liechtenstein setzt auf den Basisplan BP-AV

Auch Liechtenstein setzt auf den Basisplan BP-AV

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Karten lassen sich lassen sich weitgehend aus den Daten der Amtlichen Vermessung (AV) ableiten. Auch Liechtenstein erstellt seinen Basisplan nun aufgrund dieser Daten.

Die Schweiz zu überfliegen, Luftbilder zu generieren, diese auszuwerten und die Daten kartographisch zu überarbeiten gehört der Vergangenheit an. Kartenprodukte in den Massstäben 1:10'000 oder auch 1:5000 lassen sich weitgehend aus den Daten der Amtlichen Vermessung (AV) ableiten. Aus diesen Daten kann man den Basisplan BP-AV erstellen. Dessen Inhalt wird somit in der gesamten Schweiz vereinheitlicht. Der Bund versteht den BP-AV dabei in erster Linie als Planhintergrund in Rasterform, den man allerdings mit zusätzlicher Thematik überlagern kann, wie in einem Communiqué zu lesen ist.

Immer mehr Kantone setzen laut nationaler Vorgabe auf den BP-AV. Nun zieht auch Liechtenstein nach. Die Regierung und das Amt für Bau und Infrastruktur haben bereits vor 10 Jahren entschieden, die Topografische Karte 1:10'000 aus dem Jahr 1989 aus Kostengründen nicht mehr nachzuführen, wie in einer Pressemitteilung steht, sondern die Daten aus der AV zu verwenden und den Basisplan auf diesem Fundament zu erstellen. Dieser Basisplan ersetzt die Topografische Karte 1:10'000.

«Die topgrafische Karte musste man separat nachführen. Die letzte Nachführung hat das Land fast eine halbe Million gekostet», teilt Peter Jehle, Bereichsleiter Vermessung und Geoinformation beim Amt für Bau und Infrastruktur, auf Anfrage mit. «Eine Karte hingegen direkt aus der AV abzuleiten, aktualisiert sich quasi selber und kostet im Vergleich zur alten kartographischen Methode praktisch nichts mehr», so der Kartograph gegenüber baublatt.ch. (cet)