Architekturwettbewerb für Steckborns Altstadt

Architekturwettbewerb für Steckborns Altstadt

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Mitte Juli startete der Architektenwettbewerb für die Brandlücke in Steckborn TG. Gesucht wurden Ideen für den Wiederaufbau der sechs Altstadthäuser in der Steckborner Seestrasse, die kurz vor Weihnachten 2015 einem Grossbrand zum Opfer fielen. Die 70 eingereichten Projekte werden derzeit geprüft. Der Sieger wird im Dezember bekanntgegeben.

In einem Mehrfamilienhaus des historischen Zentrums war mitten in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Der Brand hatte rasch auf die angrenzenden Gebäude übergegriffen. Sechs historische Häuser waren betroffen, 30 Personen wurden obdachlos, drei Menschen verletzt. Als Ursache konnte später ein Modellbau-Akku gefunden werden, der in einer der Wohnungen explodiert oder in Brand geraten war.

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160 Männer der Feuerwehren Steckborn, Diessenhofen, Frauenfeld und Kreuzlingen waren beim Grossbrand in der Steckborner Altstadt im Einsatz.

Nun geht es an den Wiederaufbau der sechs Häuser in der Altstadt, die laut Ausschreibung architektonisch alle „aus einem Guss“ sein sollen, berichtet das St. Galler Tagblatt. Bis zum 14. Oktober wurden 70 Projekte im kantonalen Hochbauamt zur Vorprüfung vorgelegt. Dieses hat die Administration des Wettbewerbs übernommen. In Frauenfeld wird nun geprüft, ob die Projekte vollständig sind und die geforderten Vorgaben erfüllen. Die Aufgabe war für die beteiligten Architekturbüros sehr anspruchsvoll. Denn es ging nicht einfach darum, eine Baulücke zu schliessen, sondern die neuen Gebäude auch in den bestehenden historischen Kontext einzubinden. Neben der ortsbauliche Einpassung und der architektonischen Linie sind auch die verschiedenen Nutzungsanforderungen der drei Liegenschaften zu beachten.

Ab November tagt die Fachjury in Steckborn. Ihr gehören der Architekt Thomas Hasler aus Frauenfeld, Kantonsbaumeister Werner Binotto, die Architektin Sabine Hutter aus St. Gallen sowie der in St. Gallen geboren und in Bern tätige Architekt Bernhard Furrer an. Die eingereichten Projekte werden anonym beurteilt. Dadurch erhalten auch junge oder unbekannte Planer eine reelle Chance. Erst nach der Jurierung wird der Preisträger namentlich bekannt. Das Siegerprojekt wird am 21. Dezember vorgestellt, also genau ein Jahr nach dem Altstadtbrand. (cb)