Architektur- und Ingenieurbüros gut ausgelastet

Architektur- und Ingenieurbüros gut ausgelastet

Gefäss: 
Der Auftragsbestand von Ingenieur- und Architekturbüros hat weiter zugenommen und liegt nun bei über einem Jahr. Dies ergab die Umfrage der ETH-Konjunkturforschungsstelle im Auftrag des SIA. Als grösstes Hemmnis bei ihrer Leistungserbringung gibt die Hälfte der Planungsbüros einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften an.
 
Auch im dritten Quartal schätzen die Schweizer Architektur- und Ingenieurbüros die aktuelle Geschäftslage weiterhin als sehr gut ein. Die gute Lage widerspiegelt sich in der Reichweite des Auftragsbestands, die im vergangenen Quartal weiter zugenommen hat und erstmals bei über einem Jahr liegt, der Saldowert liegt dabei bei 61 Punkten. Dies ergab die vom sia in Auftrag gegebene Umfrage der ETH-Konjunkturforschungsstelle (KOF) von Ende Juli, an der sich 642 Planungsbüros beteiligten. Für die nächsten sechs Monate rechnen rund 83% der Befragten mit einem unveränderten Zustand.
 
Mit Blick auf die vergangenen drei Monate hätten deutlich mehr Firmen von einer Ausweitung der Leistungserbringung (17,5%) als auch der Nachfrageentwicklung (24,1%) berichtet als von einem Rückgang (6,2% bzw. 8,6%). Als grösstes Hindernis werde nach wie vor der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften genannt, von dem sich über die Hälfte der Büros behindert fühlen.
 
Bei den Aufträgen handelt es sich bei einem Drittel um Erneuerungs- und Unterhaltsarbeiten. Dabei vermelden die Firmen in Bezug auf die Bausummen im industriell-gewerblichen Bau sowie im Wohnungsbau einen Rückgang per Saldo von -7,6 beziehungsweise -4,5 Punkten, während beim öffentlichen Bau eine Zunahme von 2,0 resultiert. Die Ertragslage wird von über 80% der Büros sowohl für die vergangenen als auch für die nächsten drei Monate als gleichbleibend angegeben. (ffi/mgt)