Architektur, Holz und Bau in Biel

Architektur, Holz und Bau in Biel

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Die Berner Fachhochschule (BFH) wird mittelfristig in Bern und Biel konzentriert. Während in Bern vorerst die bestehenden Gebäude weitergenutzt werden, soll in Biel südlich des Bahnhofs ein neuer Campus entstehen.
 
Wolle die Berner Fachhochschule ihre Stellung im Wettbewerb um Studenten behaupten, müsse sie ihre Attraktivität steigern, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons. Wie das geschehen soll, hat der Regierungsrat nun in seinem Grundsatzentscheid festgelegt. Die Fachhochschule des Kantons Bern soll in Bern und Biel konzentriert werden. Der Standort Burgdorf wird in absehbarer Zeit aufgehoben. Dafür soll in Biel ein neuer Campus entstehen.
 
Bei den Fachhochschulen zeichnet sich ab, dass diese zunehmend als Campus gebaut und erweitert werden. Zumal sie so mit ihrer räumlichen Konzentration effizienter wirken können. In diesem Zusammenhang stellten Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer und Erziehungsdirektor Bernhard Pulver heute Mittwoch den Grundsatzentscheid des Regierungsrates vor. Im Vergleich mit den andern Fachhochschulen, ist die auf 24 Standorte aufgesplitterte Berner Fachhochschule heute im Nachteil.
 
Die Konzentration in Bern und Biel fördert eine klare Aufteilung der Departemente. In Bern werden das Departement Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit, Soziale Arbeit sowie die Hochschule der Künste zusammengefasst. In Biel werden die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau konzentriert. Während sich die BFH aus Burgdorf ganz zurückziehen soll, bleiben die Standorte Biel Bözingenfeld und Vauffelin für spezielle Nutzungen erhalten.

Dynamisches Biel

Der Entscheid für den Campus Biel fiel, weil dieser verkehrsmässig optimal erschlossen ist; Weitere Gründe sind die zentrale Lage und die Zweisprachigkeit der Stadt, die für Studenten und Dozenten attraktiv ist. Eine gute Anbindung an den öffentlichen und motorisierten Verkehr steigere die Konkurrenzfähigkeit der Schule wesentlich, denn Studenten absolvierten heute ihr Studium auch berufsbegleitend oder besuchten eine Weiterbildung, ist in der Medienmitteilung zu lesen.
 
Biel ist als Industriestandort wichtig für die technischen Disziplinen. Zudem kann in Biel am raschesten gebaut werden, weil ein Grossteil der benötigten Flächen der Stadt gehört. Der Standort Bern wurde aus Kostengründen und wegen der engen Verbindungen der nicht-technischen Disziplinen zu den ortsansässigen Wirtschafts-, Verwaltungs- und Kulturbetrieben beibehalten. Dagegen hätte die BFH in Burgdorf zu wenig Platz und würde überdies auf drei räumlich voneinander getrennte Areale verteilt werden müssen, zudem ist Burgdorf vergleichsweise weniger gut erschlossen.

Der Grosse Rat wird voraussichtlich Mitte 2012 über einen Kredit für den Landkauf und die Durchführung eines Projektierungswettbewerbs für den Bau des Campus in Biel befinden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch geklärt, was mit den frei werdenden Gebäuden in Biel und Burgdorf geschieht. Angesichts der Mühen, die Bern mit verschiedenen Grossprojekten hat, scheint die regierungsrätliche Absicht, die ersten Einheiten des BFH-Campus in Biel 2020 in Betrieb zu nehmen eher optimistisch. (mai/mgt)