Architekt im „Höhenflug“

Architekt im „Höhenflug“

Gefäss: 
Eine Studie über Migration der anderen Art hat der Architekt Nicolas Miranda im Rahmen seines Nachdiplom-Studiums Architektur und Information geschaffen. Er visualisierte die weltweiten Flugrouten von Zugvögeln. In einer Animation bildet er die erstaunlichen jahreszeitlichen Wanderungen der Vögel nach. 

 

 

Im Rahmen eines Nachdiplom-Studiengangs für Architektur und Information MAS AI arbeiten die Teilnehmer an einem Netzwerk-Atlas. Ausgehend von grossen Datensätzen soll nach Möglichkeiten einer standardisierten Visualisierung und Simulation gesucht werden, um Netzwerke (auch interdisziplinär) vergleichbar zu machen. Das Thema Vogelflug-Routen hat Miranda gewählt weil dazu ein umfangreiches Datenmaterial vorliegt. Es wurde während 17 Jahren mit Hilfe von Satellitensendern an Störchen, Enten, Gänsen und Greifvögeln gesammelt. Für seine Visualisierung wertete der Nachdiplom-Student 600'000 Orts- und Zeitangaben von 193 einzelnen Vögeln aus.

Dabei ist eine erstaunliche Dokumentation, auch als Kurzfilm entstanden. Miranda visualisiert die Wanderungen von sechs Zugvogelarten. Entstanden ist eine Animation, welche die erstaunliche Leistung der Vögel sichtbar macht. 

Vom Nordpol zum Südpol - retour

Millionen von Zugvögel verlassen jedes Jahr die nördliche Hemisphäre, um in wärmeren Gebieten zu überwintern. Dabei legen sie riesige Strecken zurück, unter Umständen vom Nord- zum Südpol oder von Nordeuropa nach Südafrika und zurück. In einem Kurzfilm wird in Zeitraffer gezeigt, wo die Vögel durchziehen und wo sie sich länger aufhalten. Sichtbar sind die Vögel als farbige Punkte, die sich über die Weltkarte bewegen. Auch die Überwinterungsgebiete oder Rastplätze werden dokumentiert, sie erscheinen auf Grund der hohen Dichte an Flugmustern flächig. Die Wege der Zugvögel erscheinen als dünne Linien. (mai)